Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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einmal verstand, einen Zug gehörig anzuführen." In der Schlachtvon Auerstädt, auf einer Feldwache angestellt, wurde Schilt, sichdurch die Feinde hauend, schwer am -topfe und mehrfach ver-wundet, doch gelang es ihm, sich nach -iolberg zu retten, wo erein eigenes Corpö schuf, mit welchem er, trotz vieler Widerwär-tigkeiten, die sich ihm entgegenstellten, durch die kühnsten undglücklichsten Ueberfälle und Strcifzüge sich großes Verdienst umdie Festung und einen von dem Feinde gefürchtctcn, von denVatcrlandofreunden aber geachteten Namen erwarb. Von Kol-dcrg zu dem Arn.eecorps des Generals Blücher in Schwcdisch-Pommern berufen, wollte er mit größeren: Nachdruck auftreten,als der Friede von Tilsit abgeschlossen wurde. Schick wurdevon seinem Monarchen geehrt und belohnt, zum Major undCommandanten des zweiten Brandenburgischen Husarenregimentsernannt, welches auö Schill's Frcicorps gebildet worden war,und ihm der Orden des Verdienstes ertheilt. Schilt mit seinemNegimente erhielt Berlin zu seiner Garnison, wo er mit einerfast an Abgötterei grenzenden Verehrung empfangen, deö VolkesLiebling, und von seinem Monarchen geachtet wurde.

An ihn wendeten sich die, die von einer brennenden Un-geduld beseelt waren, Preußen befreit zu wissen, richteten an ihnallerlei Zumuthungeu, die ihm den Ruf, der Retter des Vater-landes und der deutschen Freiheit zu seyn, im einladendsten Lichtehinstellten, und seine Phantasie mit den glänzendsten Bildernvon Verdienstlichkeit und Ruhm zu erfüllen suchten. Jetzt, woes wirkliches und kräftiges Handeln gelten sollte, fanden dieseEinflüsterungen in Schill's Seele einen einpfänglicheren Boden,und ihre Begeisterung ging schnell auf ihn über. Ihre Gluththeilte sich ihm mit, und schlug in ihn: zur eigenen hellen Flammeauf; Deutschlands und Preußens Heil in Napoleons Sturzward nunmehr das Ziel auch seines stillen Trachtens, undjedes Mittel erschien ihm als gerechtfertigt und geheiligt, wenneS erzwccken konnte, den großen Tag der Erlösung herbeizu-führen. Immer ungestümer sah sich Schilt, seitdem OesterreichsHeer in Bayern eingerückt war, von seinen Freunden bestürmt,den entscheidenden Schritt, auf welchen es hier ankam, nichtlänger zu verspüren, sondern keck dem Allgewaltigen den Fehde-handschuh hinzuwerfen, und sich jenseits der Elbe zu zeigen.Sie versprachen ihm mit einer Zuversicht, die er mit ihnen theilte,