Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Gefahr den Rücken zu wenden. Dieser Ansicht gemäß schickteer den Lieutenant v. d. Horst mit einem Commando nach jenerBesitzung, um eine Anzahl Pferde auszuheben. Dieser fand jedoch,daß der Minister seine Person bereits nach Magdeburg in Sicher-heit gebracht, aber auch zugleich, daß die Stuterci Privateigenthuindes Oberamtmanns Steinkopf zu Niegrip sey, dem Schick einepersönliche Verpflichtung hatte. *) Das Gestickt blieb demnachunberührt und selbst auch das Eigenthum des Grafen ward sorg-fältig respectirt. Nach einer entgegengesetzten Seite entsandteSchick den Lieutenant v. Francois mit 25 Husaren nach Hal-bcrstadt, um auch hier sowohl die öffentliche Stimmung zu er-forschen, als dem Feinde den möglichsten Abbruch zuzufügen. Indie ganze Gegend wurden Patrouillen und Emissäre zerstreut,um namentlich die alten Soldaten und das Volk aufzuregen,Cassen wegzunehmen u. s. s. Die Ueberrumpclung von Halber-stadt war ein lustiger Neiterstreich. Francois mit seinen Husarensprengte auf die Stadt los; der fahrende Staub verbarg bei

1) Steinkopf hatte ihm vor nicht langer Zeit ein Geschenk miteinem Pferde gemacht, zum Ersatz für ein verunglücktes Hu-sarenpferd.

2 ) Nur einen llniformrock, worauf der große Ordensstern derfranz. Ehrenlegion gestickt war, nahm der Unteroffizier Her-zog als offenbar feindliches Attribut mit sich. Hieraus ent-spann sich das Gerede, als sey fortan das Anziehen diesesRockes beim Schill'schen Corps als eine Strafe eingeführtworden.

3 ) Das Leben des Lieut. v. Francois war bereits voll Abenteuergewesen- Aus einer von Frankreich stammenden Familie inSachsen geboren, stand er im Feldzuge von 1806 im preuß.Regimente Wartensleben; nach dem unglücklichen Feldzugenahm er den Abschied und ging in würtembergische Dienste.Hier ward er wegen eines SubordinakionSvergehens zum Todt-schicßen verdammt, erhielt aber Begnadigung, als er schonauf dem Sandhngel kniete, und wurde zur lebenslänglichenHaft auf die Beste Hohen-ASperg abgeführt. Dort ließ ersich heimlich an der Mauer herunter, entkam glücklich, hi-ltsich einige Zeit in der Gegend von Riemeck bei seinem Bru-der auf, der ehemals sächsischer Hauptmann war, und kamauf dessen Bitt« in das Schtll'schc CorpS.