Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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offene Erklärung unter der zaghaften Menge hervorgebracht wer-den konnte, nach Kräften zu begegnen, setzte Schilt ein Manifestau die Einwohner Westphalens auf und ließ es allgemein ver-breiten. In demselben hieß es: „Ihr wißt, daß ich nicht kom-me, um Euch dasjenige zu nehme», was man Euch bis jetztnicht geraubt hat, und um Euer Elend zu vergrößern, worineine fremde Nation Euch gestürzt hat. Ich erscheine nicht unterEuch an der Spitze einer Räuberbande, wie Ihr sie in den frem-den Heeren zu sehen gewohnt seyd, sondern an der Spitze dertapfersten und edelsten Männer, welche bereit sind, Alles aufzu-opfern, was ihnen theuer ist, um Euch Eure Rechte und EureVerfassung wiederzugeben, die Ihr verloren habt. Ich komme,um Euch zu rächen, um Euch zu befreien von dem Joche, wel-ches ein fremder Eroberer Euch aufgebürdet und uelches Ihrbisher mit Schmach getragen habt. Ihr werdet es daher nichtglauben, daß ich das Völkerrecht verletze, wie es Euch diejenigenvorzustellen suchen, welche es nie gekannt haben; sondern derStimme aller Völker folgend trete ich zwischen Euch, um Euchaufzufordern, daß Ihr Euch mit mir vereinigt, um so dem ge-meinschaftlichen Feinde unseres deutschen Vaterlandes nach dengroßartigen Beispielen der Spanier und Tiroler uns kräftig ent-gegenzustellen . . . hasset diesen Augenblick, welcher vielleicht dereinzige ist, um die Freiheit Eures Handels wieder herzustellen,um Euren Gewerben neues Leben und neue Thätigkeit zu ver-schaffen, und um das Heiligste, was Ihr besitzt, die ReligionEurer Väter, welche man heuchlerischer Weise mit Füßen tritt,zu bewahren, richt ungenützt vorbeigehen. Vereint Euch mitmir, meine deutschen Brüder; ergreifet die Waffen und seyd desglücklichsten Erfolges gewiß . . ." Wenn jedoch Schill's öffent-liche Darlegung und Proclamation noch irgend etwas hättefruchten können, so mußte doch die Wirkung davon um so mehrVerloren gehen, da zu gleicher Zeit bekannt wurde, daß der preuß.Hof Schill's Sache auf das Förmlichste desavouirte, seinen undseiner Begleiter heimlichen Austritt für eine strafbare Eigemnachterklärte, Schilt und alle, die mit ihm gegangen, vor ei» strengesMilitärgericht zu stellen befahl, und jede Maßregel ergriff, umdurch dieß widerwärtige Ereigniß in dem friedlichen Verhältnißmit Napoleon und seinen Verbündeten keine Störung eintretenzu lassen. Der Gouverneur von Berlin, General l'Estoq, und