Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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verzögert zu werden, hatte er dem Lieutenant Barsch den Auf-trag gegeben, das sämmtliche Gepäcke, die Kassen, die Krankendeo Corps u. s. f., ferner die Dömitzer Besatzung und alleübrigen zerstreuten Truppen in Warnemünde, dein Hafen vonNostock einzuschiffen, und zur See nach Stralsuud zu führen.Man hatte die gehörige Anzahl Schiffe mit Beschlag belegt, alleswar seit dem 26. Mai in Warncmüude zur Abfahrt beisammen,allein der Magistrat von Rostock zögerte mit der ausgeschriebenenLieferung von LebenSmittcln, die man auf der Fahrt brauchte,weil er bereits Kenntniß von dem Anrücken der HcerabthcilungdeS Generals Grasten hatte. Während die Truppen wartenmußten, erzeugte sich unter ihnen, namentlich den öfter. Deser-teurs, die Dienste bei Schilt genommen hatten, der Geist der Zü-gellosigkcit und Plünderung, der nur durch die strengsten militä-rischen Maßregeln gedämpft werden konnte. Lieutenant Bärscherschoß selbst einen Plünderer, der sich zur Wehre setzte. Alleinnoch bedenklicher wurde die Lage dieser Truppen, als Bärsch am27., gegen Abend, die bestimmte Nachricht erhielt, daß die Avant-garde eines bedeutenden feindlichen Corps bereits vor Nostockangelangt sey. Jetzt galt es keinen Augenblick Säumens, undohne ferner auf die immer noch ausgebliebenen Mundvorräthezu warten, mußte die Einschiffung in stürmischer Hast betriebenwerden. Es waren 19 zu dieser Fahrt bestimmte und gerüsteteSchiffe vorhanden, auf welchen Bärsch, Fraucois, Fuchs, Hagen,Heiligenstädt und 5 andere Offiziere, 339 Gemeine und andereMannschaft untergebracht werdest sollten. 11m 11 Uhr befandsich Alles an Bord, allein in dem Augenblicke des Auslaufensaus dem Hafen erschien auch eine feindliche Colonne in Warne-müude zeitig genug, um noch die beiden letzten Fahrzeuge durchein heftiges Feuer zur Ergebung zu nöthigen.

Schill's Zug hatte inzwischen eine neue Macht auf den Kriegs-schauplatz gebracht. Als sein Auftreten das nördliche Deutsch-land beunruhigen zu wollen schien, und Graticn's Truppen nichtzahlreich genug waren, nm jene Bewegung zu unterdrücken, soriefen Frankreich und Westphalen das befreundete Dänemark zurbewaffneten Mitwirkung auf. Demzufolge versammelten sich imLaufe des MonatS Mai allmälig einige dänische Truppen inden Hcrzogthümcru Schleswig und Holstein zu einem Beobach-tuugscorps, welches nuccr die Befehle des Generals Ewald gc-Schneidnwtild, Bd- II. 4