Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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geS, gleichfalls auf einer Anhöhe, während eine andere Schill'scbeAbtheilung von etwa 150 Mann auf der Straße nach Marlow,längs der Nccknitz marschirte.

Nm 4 Nhr ließ Presseutin Gencralmarsch schlagen und trafseine Anstalten zum Gefechte, und um 5 Nhr fiel der erste feind-liche Schuß. Presseutin ließ nicht eher feuern, als bis die Schill-schcn mit seinen Kanonen erreicht werden konnten; demungeach-tet kamen die Schill'schcn ä I-, cköluinckacko bis an den Fluß, undvon beiden Nfcrn begann ein gegenseitiges Feuer. Die Schiil-schen schoßen aber zu hoch, indessen mehrere der Ihrigen gelob-tet und verwundet wurden.

Während Schilt und seine Truppen mit seltener Thätigkeitund Anstrengung nicht nur das Feuer fortsetzten, sondern auch allezur Wiederherstellung der Brücke nöthigen Materialien herbei-schafften, gewannen die Lieutenants v. Ledebur, v. Golden undv. Zschüschen Zeit, die Necknitz weiter oben, bei Frcudenberg, mitihrer Abtheilung auf einem auf der Achse herbeigeführten Kahnezu passiven. In dieses Fahrzeug sprangen so viele Infanteri-sten auf einmal hinein, daß die Schiffer erklärten, es werde, weiles zu sehr beladen, untergehen. Allein Niemand wollte hinaus;alle riefen einstimmig: „geht das Boot unter, wohlan l sterbenmüssen wir doch! vorwärts!" Sie kamen glücklich hinüber, mar-schirtcn in die rechte Flanke der feindlichen Stellung, und eröff-neten ein lebhaftes Feuer. Dieses Manöver bestimmte den Ma-jor Presseutin, seine Stellung zu verlassen, um so mehr, da diemecklenburgische Lcibgrenadier-Compagnie alle ihre Patronen ver-schossen hatte, auch bei andern Compagnien Munitionsmangel ein-trat, indeß zumal noch kühne Schill'sche Jäger über die abgebro-chene Brücke kletterten, dieselbe schnell herstellten und die Schill-schen hinüberstürmtcn, und ein Theil ihrer Cavallerie schwimmenddurch den Fluß setzte.

Prcffentin gebot nun, die Netirade anzutreten, und zwarnach Tribsees oder Nichtcubcrg. Die Infanterie ging in großerUnordnung durch die Stadt und aus dem Tribscer Thor, diein Aufwurf postirte Lcibgrenadier-Compagnie wurde größtenchcilsauf der Stelle gefangen, nur Wenige retteten sich durch dasMoor. Als die letzten Truppen aus Damgarten rückten, warenschon die Schill'schen Jäger hinter ihnen. Indessen traf die Com-pagnie v. Kampz von Daschvw ein und wurde von Presseutin