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in den Gräben vertheilt, nm die Nctirade nach Tribsecs zudecken und immer langsam der Colonnc zu folgen. Die Com-pagnie v. Berg traf aber nicht mehr bei dem Corps ein, indemsie von den über die Necknitz auf mehreren Punkten gegangenenSchill'schcn abgeschnitten und gefangen wurde. Kaum waren dieTruppen eine halbe Meile auf der Tribsce'r Straße marschirt,als Major v. Bülow meldete, daß man durch den Feind abge-schnitten sey, und eine feindliche Bewegung seitwärts in der Ge-gend von Daschow wahrgenommen wurde. Die Mecklenburgermachten unwillkürlich Halt, als die Schill'schcn ihnen auf zwan-zig Schritte genaht waren und ihnen zuriefen, sie mochte» her-überkommen und gemeinschaftliche Sache machen. Mehrere, diedas Druckende ihrer bürge empfanden, gingen in der That zuihnen über, der Haufe aber blieb ohne Ordnung, ohne Frontgegen den Feind; durch einen Kartätschenschuß erschreckt, gingendie reguirirtcn Vaucrnpferdc mit der Protze in alle Welt, daszweite Geschütz wurde gleichfalls flüchtig, stürzte um und bliebliegen. Die Preußen drangen feuernd vor, die Mecklenburgergingen nun vollends einzeln und in Trupps über, oder sprangenüber die Gräben des WcgcS und liefen selbem, um der Gefan-genschaft zu entgehen und sich zu retten, so gut es gehen wollte.Die Fliehenden wurden lebhaft verfolgt und nur wenigen gelanges, durchzukommen. Bald vereinigte sich Schilt selbst an derSpitze seiner Reiterei mit den 120 Siegern und wurde von ihnenmit dem jauchzenden Zurufe empfangen: „Da kommt unseregroße Cavallerie! Es lebe der Major v. Schill!"
Die Früchte des Sieges für Schill waren ungefähr 200 Gefan-gene mit 2Majors, 7 Capit., 21 Lieut., 4 Fahnen, und 2 Kanonen,während er selbst nur wenige Todte und Verwundete verlorenhatte. Nach dem Gefechte bot die hinmächst angestellte allgemeineToilette einen höchst sonderbaren Anblick dar, indem die Schill'scheInfanterie, die entweder ohne Uniform oder ziemlich luftig ge-kleidet war, sich auf dem Kampfplätze in die sehr schöne Uniformder Ucberwundencn hüllte, und diesen ihre bisherigen Bedeckungendagegen reichte.
Schill hatte sich nun einen ungehinderten Weg zu seinemZiele gebahnt. Um dasselbe möglichst schnell zu erreichen, undauch die feindlichen Abtheilungen in Richtenbcrg und Tribscesvoll Stralsund abzuschneiden, gestattete er den ermüdeten Truppen