79
biet an, sich zu bewegen und nur die ernsthaftesten Maßregelndes Marschalls Lefebvre, der Salzburg besetzt hatte, verhindertenden weiteren Erfolg des daselbst begonnenen Aufstandcs. Allediese Volksbewegungen konnten, zumal nach den blutigen Tagenvon Aspern, und wenn sie von einer Macht von Linientruppenunterstützt wurden, Napoleon furchtbar werden.
Ihre Siege benutzten die zu gleichen Zwecken vereinigten Ti-roler und Vorarlbcrgcr und besetzten Füßen und Lindau; Teimcrund Niedinüller streiften bis Memmingen und Stockach; jenerüberfiel am 4. Mai Kaufbeuern und brandschatzte es, nahm am8. Mai Kempten und verweilte dort bis zum 14. Ein bairischesDepot von großem Werthe, welches von 150 Mann eskortirtwurde, und von Sermandingen am Bodensee nach Tuttlingengebracht werden sollte, wurde von 900 Vorarlbergern unter demSonnenwirth Niedinüller von Pludenz jenseits Möskirch wegge-nommen. Auch besetzten die Insurgenten um diese Zeit die wür-tembergischen Grenzorte Trauchberg und Jsny, ihre kühnenStrcifzüge erstreckten sich auf der andern Seite bis beinahe andie Thore von Augsburg. Es war ein Anschlag im Werke, dieseStadt mit allen ihren unschätzbaren Vorräthen in dem Augen-blicke zu überfallen, wo die Besatzung nur aus einem Regimentedem Vaterlande entführter Portugiesen bestünde, indem GeneralPiccard und der Oberst Grouvelle mit einem Theil der Garni-son Schwaben gegen Teimer und Riedmüller decken mußten undgegen sie zu Felde ziehen sollten. Durch Kapuziner hatte mangutes Einverständniß unter diesen Portugiesen; nur der Mangelan Reiterei bei Chastelers Corps, die Besorgnisse für die Land-leute, wenn man sie aus den Bergen in die Ebenen gegen Rei-terei und Geschütz führe, und die Zeitläuse hinderten die Ausfüh-rung, sowie die ebenso wichtigen Züge nach Ulm oder München.
Durch Hormayr's geheime Einverständnisse mit österreichisch-gesinnten Männern in Schwaben, von Augsburg bis zur Rhein-brücke von Kehl, gelang es, die öfter. Gefangenen von Abens-berg, Eckmühl, RegenSburg, Landshut oder Ebersberg in gros-sen Massen zu befreien, sie an die tirolischen und vorarlbergischeirLandmarken durchzuschwärzcn und — auf Um- und Abwegen,immer bei Nacht, den Tag über in Wäldern verbergen, —durch Unterthanen ehemaliger österreichischer oder deutschmeisteri-scher Ortschaften mit Nahrung heimlich zu unterstützen. In