ging indessen über die Salzach, bis cr sich Morgens init demfeindlichen Hanptpikct in gleicher Höhe befand. Inzwischen ernun den Blick der Gegner durch Geplänkel einiger Mannschaft,welche er am Fuße des Berges zurückgelassen, in das Thallenkte, ließ cr 30 Schützen über das feindliche Piket herfallen,daS sich, 70 Mann stark, ergab. Der Major ließ nun diesenPunkt, von welchem man gerade in den Paß Lneg hinabsah, miteiner Compagnie besetzen, und kehrte mit den Gefangenen nachGolling zurück. Der Major Kronegg, auf der Straße gegenden Paß bis zu der Kapelle vorgegangen, stieg über den Gciße-liding und die Zimmeran bis auf den Bierückerberg, wo dieFinsterniß der Nacht und die Ilnknndc des Bauers, welcher denWeg zeigen sollte, zum Haltmachen zwang. Beim Anbruchc desTages stand Kronegg auf Schußweite dein feindlichen Postengegenüber, ließ denselben angreifen und werfen. Nachdem crdie blutig erkämpfte Stellung mehrere Stunden behauptet hatte,bekam er Befehl, in das Lager von Golling zurückzukehren.Dagegen ließ der General Jcllachich, von wegknndigen Bauerngeführt, den wichtigen Punkt von Abtenau, die Stellung Sten-gel's umgehen, und griff denselben am 5. Mai mit llcbermachtan, so daß diesem nichts übrig blieb, als der Rückzug. Immergegen den überlegenen Feind und mit dem tiefen Schnee desGebirges, dann mit rauhen Engwegcn bei Schöffau kämpfend,immer verfolgt, zuletzt ohne Munition, erreichte Stengel erst spätAbends den Ansgang von Schöffau, und nahm hier feste Stellung.
Auf die erste Nachricht von den ungünstigen Ereignissen inDeutschland hatte Chasteler den Corpsadjntanten, Baron Beyder,am 29. April an den Erzherzog Zohann abgesendet, um diesenvon seinem Marsche nach Innsbruck zu unterrichten, und dieWestern Operationen in Bezug auf Tirol zu besprechen. Ehaste-ler erfuhr durch Beyder die bis dahin geheime Absicht des Erz-herzogs Zohann, sich mit dem Kern seines Heeres nach Tirolzu werfen, um aus diesem Lande den Offensivkrieg nach Bayernund den Ufern der Donau zu spielen. General Schmidt solltezu diesem Ende mit 5 Bataillons und 4 Escadrons entwedervon Montechio Maggiore durch das Val Arsa, oder von Bas-sano durch das Snganathal, nach Trient vorausgehen; der-F. M. L. Ginlay mit 21 Bataillons, 35 Escadrons und derganzen inncröster. Landwehr die Eingänge der karnischcn und