Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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sie anzugreifen. Cr hoffte mit Beihülfe der Tiroler schnell überden Herzog von Danzig herzufallen und ihn über den Strick paßwieder hinauswerfen zu können. Seine Meinung, nur sie. enzu können, geht aus dem beigefügten Zettel dieses Generals auBaron Hormayr hervor. Er schrieb: „Liebster Freund! DerFeind hat St. Johann occupirt und seine Vorposten in Elmau.

Er greift eben meine Vorposten vorwärts Söll an, ich marschiremit dem ganzen Landsturm, Infanterie und Cavallcrie, um ihnselbst anzugreifen. Beifolgendes Schreiben von Hru. F. M. L.Hitler lege ich in Copic bei. Leben Sie wohl, und schicken Sieeiligst bald Geld und Munition nach. Ich will mein Glück ge-gen Bapern versuchen." Die Copie deS Schreibens von Hilicraber lautete: „Ich muß bedauern, daß ich Ew. Hochwohlgeb. vonhier aus nicht im Stande bin, erfreuliche Nachricht zu geben u. s. f.Ew. Hochwohlgeb. vorhabende Unternehmung einer Diversion nachBapcrn könnte dem feindlichen Vorrücken demnach sehr ungele-gen seyn, und obwohl Salzburg vom Feinde besetzt ist, so kanndieser dennoch diese Unternehmung nicht hindern." Abgeordnete tvon allen Gemeinden hatten sich Chastclcr zu Füßen geworfen, 'Weiber hoben ihre Kinder empor, riefen nach Rache und wiesenauf den von fernen Flammen blutrotsten Himmel. SämmtlicheLandcSvertheidiger des UnterinnthaleS wurden aufgeboten, nochin der Nacht vom 12. auf den 13. theils von Kitzbühel gegenSt. Johann und auch von Kößen gegen Erpfendorf, theils mitder Hauptcolonne gegen Obcrndorf vorzurücken. Osterstlieute-nant Rcissenfels erhielt den Befehl, im Falle cr init Ucbcrmachtangegriffen würde, sich von Kufstein auf beiden Jnnufern zurück-zuziehen, und sich bei Entach und Langkampfen zu sammeln undaufzustellen.

Fenners Rückzug von St. Johann und die gleichzeitig vondiesem General Angetroffene Nachricht, der Feind rücke mit 10,000Mann unaufhaltsam vor, bestimmten Chasteler, seinem vorgefaß-ten Entschlüsse, dem Feinde entgegenzugehen und ihn anzugrei-fen, zu entsagen. Er zog Fenner noch in derselben Nacht an sich,und setzte sich bei Söll ganz in Verfassung, den Feind daselbstzu empfangen und Vertheidigungsweise zu verfahren. Nur einBataillon Lufignan bezog ein Lager bei Wörgl, alle übrigen Trup-pen waren in der erwähnten Absicht bei Söll aufgestellt. DieseAufstellung Chastelerö war bei der in Bezug auf die Ausdehnung