Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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derselben geringen Stärke seiner Truppen nnd der Überlegen-heit seines Gegners um so gewagter, als durch die Verlassungvon St. Johann die Straße, welche von da über Hopfgartcnnach Wörgl zieht, dein Feinte offen hlieb, und ihm Gelegenheitdarbot, die Aufstellung bei Soll in ihrer rechten Flanke zu um-gehen. Zwar waren äditzbühel und Hopfgartcn von den Tirolernbeobachtet; allein bei dem gänzlichen Mangel an Linicntruppenaus diesen Punkten war auf die Behauptung derselben nicht sicherzu rechnen. Weit vortheilhaster wäre es gewesen, sich bei Wörglauszustellen, mit einem Rückhalte bei Nattenburg für den Falleines Rückzuges; der linke Flügel dieser Aufstellung wäre, anden Jnn angelehnt, vor einer feindlichen Umgehung gesichert ge-wesen; rechts stützte mau sich an die steilen, nur für einzelneFußgänger gangbaren bewaldeten Stürze des Brachkegels unddie Fclscnschlucht des Becherthales, deren Vertheidigung eine pas-sende Aufstellung für die Tiroler gewesen wäre. An F. M. L.Jellachich wiederholte Chasteler nochmals das Ansuchen, eine Di-version durch Mittler-Pinzgau in die linke Flanke der DivisionWrede zu Gunsten der im Unter-Jnnthale bedrängten österreich.Truppen zu machen.

Am 13. Mai rückte die Division Wrede über Ellmau gegenSoll vor, und griff mit Tagesanbruch die vorwärts letzterenOrtes ausgestellten Truppen ChastelerS an. Allein rings aufden Bergen war wenig mehr vom Landsturm zu sehen, und vonden dOllO Tirolern, die am 12. unter Joseph Straub'S von HallAnführung Chasteler begleitet hatten, waren blos noch einige 100bei den Ocsterrcichcrn geblieben. Die ersten Angriffe der Bayernwaren so rajch, und folgten so schnell aufeinander, daß die Bor-truppen ihre Ausstellung verlassen und sich auf die Haupttruppezurückziehen mußten. Die Oesterrcicher stritten tapfer entgegen,die Tiroler Schützen jedoch zerstreuten sich auf den Anhöhen,gehorchten den eigenen Anführern nicht, und machten aus zugrosser Entfernung ein lebhaftes, wiewohl nichts fruchtendes Feuer.Die Bayern suchten nicht nur in die Stirnseite einzubrechen, son-dern auch die Feinde, namentlich rechts dem Brirenthale, zu um-gehen , wurden aber durch die ausdauernde Tapferkeit des zwei-ten Bataillons von Lusignan zurückgeworfen. Chasteler ließ nundas bei Wörgl zurückgelassene zweite Bataillon von Lusignan zurUnterstützung mit 2 slebcnpfündigen Haubizen und 2 sechspfüu-

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