Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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digen Kanonen mit dem Befehl vorrücken, sich jenseits der Gründ-büchlcr Brücke gegen Soll aufzustellen. Nach einer kurzen aberlebhaften Kanonade machten die Chcoaurlegers vom baycr. Ne-gimente Leiningen in der engen Schlucht über Strauch und Steineinen heftigen Choc, wobei die öfter. Reiterei sehr litt und mitder Artillerie zum Rückzüge gezwungen wurde. Das zur Unter-stützung herb eigenste erste Bataillon Lusignan hatte eben dieGrundbüchlcr Brücke überschritten, als die zurückziehende Reitereiund das Geschütz demselben cntgcgengeworfen wurde und es inUnordnung zu bringen drohte. Durch eine passende Seitcndcwe-gung wurde indessen die ihm bevorstehende Gefahr glücklich ver-mieden, und dasselbe setzte sich vor den Häusern von Obcrstraßin die Berfassung, dem Feinde das weitere Nvrdringcn auf derHauptstraße nach Wörgl zu verwehren. In dieser Aufstellunggelang es Chasteler, namentlich durch eine hartnäckige Vertheidi-gung des auf dein rechten Flügel gelegenen Waldes von Haus-bergen und durch ein wirksames Ariillcriefeuer den Feind nahean eine Stunde auszuhalten; allein ungeachtet der tapfern Ge-genwehr mußten doch die Oesterreichcr dem übermächtigen Geg-ner weichen. Die Bayern, nachdem sie die Schluchten von Sollund Feuersingen genommen hatten, forcirten auch diese neueStellung. Sie richteten dabei vornehmlich ihr Augenmerk auf dieUmgehung des an die Gebirge sich stützenden rechten Flügels,drangen auf die Mittelhöhcn vor, schnitten die dortigen Abthei-lungen ab, trieben die Oesterreichcr aus der letzten vortheilhaftcnAufstellung am Grattenbergc, unweit dessen am Zollhause an derAachstraße sich die Straßen von Kufftein und Salzburg kreuzten,so daß Chasteler nichts mehr übrig blieb, als ein geschlossener,wiewohl übereilter Rückzug in die weite Aufstellung von Wörgl.Die Tiroler zerstreuten sich in die Gebirge; schon hatten dieOesterreichcr mehrere hundert Mann verloren, und Geschütz ein-gebüßt. Die Bayern rückten ihnen auf dem Fuße nach undzwangen Chasteler durch ihre überlegene Reiterei, sich abermalsvor Wörgl aufzustellen; das Geschütz auf der Hauptstraße, undzu beiden Seiten derselben die Infanterie in den Häusern undhinter den Hecken jenes Ortes. Erstere begann mit aller Kraftzu spielen. Wrede aber, den entscheidenden Augenblick erkennend,welchen die Ebene hinter Egendorf darbot, ließ seine Reitereiverbrechen und gab namentlich den 3 Escadrons Bernhard, Nit-