Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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allen Seiten umgab, und Manchen in die Fluchen stürzte. Glück-lich am jenseitigen Ufer angekommen, warf er sich in die Mitteder Feinde; der Kampf wurde so lebhaft und so blutig, daß dieTiroler und Oesterrcichcr unter Spcckbacher und Taris sich ge-zwungen sahen, das Feuer einzustellen. Sieben von den Erstemerschienen als Abgeordnete ihrer Landslcnte, um schnelle Unter-werfung anzukündigen. Alö aber General Wrede, von einemTrompeter und einer Ordonnanz begleitet, sich selber vorwärtszu ihnen begab, erneuerte sich das heftige Düchsenfeuer. VonWuth entbrannt drangen nun die Bayern, Molitor voran, aufdie Feinde ein, und unterstützt durch einige Granatenwürfeihrer Bakterie, zwangen sie dieselben zum Rückzüge auf Schwatz.Taris besetzte diesen Marktflecken, der, die ganze Breite desThales einnehmend, sehr vortheilhast für die Vertheidigung ge-legen ist, und ließ durch die Bauern die Jnnbrücke abbrechen.Wrede drang nun auf Schwatz los, um dies zu hindern; dieSchützen seiner ersten Brigade besetzten die Vorstadt, allein zwei-mal wurde der Sturm des 6. leichten Bataillons und des 3.Linicnrcgimcnts, welche den übrigen Ort nehmen sollten, durchdaS lebhafte Feuer aus allen Fenstern abgeschlagen. Wredeführte das 13. Regiment zur Unterstützung und zum drittenSturm heran, worauf sich die Bayern der Stadt und der Jnn-brücke bemächtigten. Nur drei öfter. Offiziere und 182 Soldatenkamen mit dem Leben davon und wurden Kriegsgefangene;aber auch die Bayern verloren viele Leute; Schwatz ging inFlammen auf. Da die Zerstörung der Jnnbrücke verhindertworden war, konnte die ganze Division Wrede sich in der Ebenezwischen Schwatz und dem Dorfe Vomp ain linken Jnnufer auf-stellen. —

Der schöne Distrikt von Schwatz, Vomp, Talfes, Weerbergu. s. f. wurde nun zum Schauplatze von Gräuelthatcn. Die öfter.Berichte erzählen, wie 14 blühende Orte in Schutt sanken, wiein Schwatz selbst viele Kranke im Spital den Flammentod fan-den, wie viele Wehrlose, selbst Greise und Kinder ermordetwurden, wie Leuten die Zunge ausgerissen, anderen die Händeauf den Kopf genagelt und zu Stans einer schwängern Frauder Leib aufgeschnitten worden. Allein auch die Tiroler sollengefangene Bayern in die Flammen geworfen und dadurch dieFeinde zur Rache herausgefordert haben.