getroffen werden, an den nächsten Baum aufgehängt werden.Lein Ortsvorstand wird anbei befohlen, alsogleich die Waffender Bauern, nämlich die Schießgewehre aller Art, zu sammelnund in Bereitschaft zu halten, daß, wenn ein militärisches Com-mando kommt, dieselben ohne Weiteres in Empfang genommenwerden können; die Nichtbefvlgung dieses Befehls würde fürdie Einwohner von den übelsten Folgen seyn. Gegeben an derZiller,Haler-Brücke, den 15. Mai 1809. (Unter;.) Der Reichs-marschall, Herzog von Danzig."
In Steinach fand Hormayr den F. M. L. Chasteler imZustande völliger Entkräftung und in Indignation über die unge-ziemende Begegnung in Hall; er erhielt aber ein Schreiben desErzherzogs Johann, in welchem ihm der Prinz mittheilte, daß erdie Hauptcingänge nach Kärnthen und Kram gegen den Feindvertheidigen wolle. Chasteler aber, ohne Hoffnung, daß Johanndem Feinde auf einer so langen Linie einen nachdrücklichen Wi-derstand in seinen damaligen Umständen leisten konnte, sah einenbaldigen Rückzug nach Steyermark und die Unterbrechung dereinzigen durch das Puster- und Drauthal noch offenen Verbin-dung Tirols mit dem Innern der öfter. Staaten als Folge ein;zugleich glaubte er mit seinen geschwächten Truppen und bei seinemMangel an Reiterei jetzt nicht mehr einen Angriff auf den Feind,der zahlreich war, und gewiß über 1000 Pferde im Jnnthalehatte, wagen zu können, zudem verließ er sich seit Wörgl nichtmehr recht auf ein festes Ausdauer« des Unterinnthalcr Landstur-mes. Dieses Alles ließ ihn den Entschluß fassen, sein Haupt-corps in der Stellung vom Brenner zu sammeln und diese solange zu behaupten, bis Erzherzog Johann neue Weisungen ge-geben hätte, oder neue Nachrichten über seine weiteren Bewegungeneingetroffen seyn würden. Im schlimmsten Falle boten die Höhenvon Schabs, Elvas, Spings, zwischen der Eisack und Rienz,wohl verschanzt, den Oesterreichern eine starke Stellung dar, dienur mit den größten Opfern zu erobern ist, wenn die Brückenvon Laditsch und Neustift über die Eisack, sowie die Mühlbacherund Brirncr Klausen wohl verschanzt und vertheidigt sind. Ge-neral Schmidt stand bereits auf dem Brenner; General Mar-schall war dahin über Votzen auf dem Marsch; General Buolwurde ebenfalls von Volders abgerufen, und kam am 17. ausdem Brenner an, mit der Vorhut zu Matrey, mit seinen Pa-