Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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zur Einstellung des Krieges, so wie die Mahnungen: „nicht fernerauf die Ocstcrreichcr und ihre schändlichen Helfer zu hören,"verhallten umsonst auf den Gebirgen; es sollte nicht Friede wer-den , denn durch fortgesetzten Kampf wurden auch nicht unbedeu-tende feindliche Strciikraftc beschäftigt und von der Donau ent-fernt gehalten. Mochten die Städter, dem Machtgebote desAugenblickes nachgebend, sich immerhin vor den Gesetzen dessiegenden Fcindcö beugen und diesem huldigen: anders dachtenund handelten Teimer, Hofer, Spcckbacher, und mit ihnen all'die Schaarcu Tirol'S kräftiger Alpensöhne, die sie anführten, undin deren Seelen sie in den Tagen der Entscheidung mit derMacht edler Begeisterung wirkten.

Andreas Hofer, der von Chasteler einen Ehrensäbel undzwei prächtige türkische Pistolen aus der Beute erhalten hatte,eilte, seine Pafseprer aufzubieten. Auf seinen Ruf erhoben sieund ihre nächsten Nachbarn sich; Teimer war durch das Vintsch-gau nach dem Obcrinnthal geeilt, und bot Alle zum Kampfe auf,die Kraft hatten, für die Befreiung des Vaterlandes vom Feindezu fechten; Spcckbacher fachte den Muth der Unterinnthaler zuneuen Unternehmungen auf — darin so unermüdlich, daß des-wegen Bartholdp ihm den größten Antheil an dem zweiten Aus-stande gegen den Feind zuschreiben will. In Lermos und Ehr-wald ließ Hormayr die Landes - Compagnien durch den MajorDietrich wieder sammeln, und die Verschanzungen wieder fort-setzen; Teimer und die Landecker zwangen die Jmster und dieEinwohner von Naffereuth, sich zu bewaffnen; 9 CompagnienNauderer und Landccker bezwängen in Rcutti eine nachth eiligeStimmung; das Volk von Lechthal und Aschau nöthigte die Bür-ger, sich wieder zu armiren u. s. f. Der Brand in Tirol warwieder angefacht; nicht der Bauer allein, selbst der Edelmannerhob sich in jenen Tagen; ein Gras Johann Stachelburg, derletzte seines Namens und Stammes, bot sein Leben an für Tirolsund Oesterreichs verbündete Sache. Schon am 22. Mai waren6000 Tiroler unter Hofers Anführung auf dem Brenner einge-troffen, und eine beinahe gleiche Anzahl war von Mühlbach überStcrzing nach dem Pfitfcher Joche gezogen, — hier die rechteFlanke der Stellung auf dem Brenner deckend, und durch dasZamscr Thal die Verbindung mit dem Ziller- und Unterinnthaleeröffnend. Auf der nördlichen Grenze deckten die Strecke von