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Wirth Peter Kcmmater u. A. geschehen seyn; ') auch will Hor-mayr darauf hingewirkt haben, damit die Stelle nicht in dieHände eines mehr scharfsichtigen, ehrgeizigen, thatkräftigen Mannesfiele, der weniger nachgiebig und brauchbar in der Hand des In-tendanten gewesen wäre; vor dem kindlichen, langsamen, nicht all-zuscharfsichtigen Hofcr durfte derselbe sicher seyn, excentrische Schritteentweder ganz zu vermeiden, oder doch Zeit zu gewinnen, ihnenzuvorzukommen, durch ihn auch die Gesinnungen, die Wünscheder übrigen Häupter zu erforschen, und, waren sie OesterreichsSache widrig, zu verzögern, zu lähmen, und zu vereiteln.
Hofer besaß übrigens selbst bei seinem treuherzigen, gut-müthigen Wesen ein ungcmeines Geschick, das Zutrauen seinerLandsleute zu gewinnen und zu erhallen; vorzüglich aber wares auch sein religiöser Sinn, welcher mit zauberischer Macht undKraft auf die Blasse wirkte. „Vertraut auf Gott, er verläßtuns nicht, und wehrt Euch standhaft," war immer der Haupt-inhalt der Tagsbefehle, die von ihm als Obercommandantcnausgingen; denn sonst wußte er zu Marsch, Angriff, oder Be-obachtung nicht einmal jene Disposition zu machen, welche eingeübter Blick auf das vorliegende Terrain, zumal dem Gebirgs-bewohner gaben, der als Hirte, als Jäger, mit seinem Bodenund mit all' jenen klimatischen Anlagen desselben vertraut ist, diein den militärischen Berechnungen nicht unberücksichtigt bleibenkönnen. Man hat daher vielleicht nicht mit Unrecht bemerkt, daßdie Summe seiner meisten Tagsbefchle gelautet habe: „thut'soder laßt's bleiben!" Wie denn in der That eines seiner Ernen-nungsdecrete also anfängt: „Indem ich nit überall khan sein, sowerden folgend Ofsezier Ehrnent Vor mir, und wen es den Lcitnit anstendig ist, so werden sie Ihnen wohl selbst Ihre Erwöh-len." 2) Zudem war Hofer von Nachtwachen, von vielen undanhaltenden Geschäften, Arbeiten, von Entbehrungen ganz undgar kein Freund; mit dem unermüdlichen, alles durch einandertreibenden Hormayr sich in einem Quartier zu befinden, war fürihn immer ein wahrer Jammer; auch nahm er es übel, wenn
1) Taschenb. f. vaterl. Geschichte von v. Hormayr/ Jahrg. 1838/S. 360-6«.
2) Listorisch-politische Blätter von G> Philipps u. G° Görrcs,4. Bd- i. Heft, S. 46-47.