Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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zum Handeln; andere keinen guten Willen dazu. Die Welsch-Tiroler blieben immer nur an das Militär gelehnt, und würdenohne diesen Stützpunkt nie das Mindeste für sich selbst oder aufoffenem Felde, wie der deutsche Tiroler, unternommen haben,auch erkaltete ihr Eifer weit schneller und frühzeitiger, als beiden Deutsch-Tirolern. Der Intendant Hormayr war sogar inSüd-Tirol gezwungen, die Freiwilligcn-Compagnicn, die sich umden Gardascc und in den Judiearicn gebildet hatten, zu umstellen,auszulösen und zum Theil selbst zu entwaffnen, weil sie imeigenen Lande grobe Erzessc aller Art begingen, und sogar einigeGemeinden zur Gegenbewaffnung zwangen.

Leiuingcn schob nun nach dem Siege bei Trieilt wieder inden Thälern gegen Italien Streifpartcien vor, und allarmirtenamentlich das vicentinische Gebiet; der Rittmeister Banitza ver-,theidigte nicht nur mit Einsicht die wichtigen Eingänge von Sor-ten, Ampezzo und den Kreuzberg, sondern hielt jene Gegendenin beständiger Unruhe, machte kühne Züge, setzte auf feindlichemGebiete Präsekten ein, trieb Waffen und Kriegsbedürfnisse allerArt ein, und besetzte am 13. Juni mehrere Tage hindurch Bcl-luno unter einer überaus kühnen und hochtönenden Verkündigungdes öfter. Sieges bei Aspcrn. Er sprach von demselben mit dengrellsten Farben, und kündigte unter den zu hoffenden großenFolgen desselben auch zuversichtlich an, Napoleon werde in diesemAugenblicke von den Fischen der Donau verspeist. Leiningen'sZüge hatten indeß keine bedeutenden Resultate, als daß er denFeind in Athem erhielt, ohne sich selbst viel zu ermüden. Auchauf der südöstlichen Grenze Tirols begann der kleine Krieg wie-der, als General Schmidt in den ersten Tagen des Juni inLienz und im Pusterthale eingetroffen war. Die Bayern undItaliener hatten — das einzige Kufstein hatte »och bayerischeBesatzung — von Neuem Tirol geräumt, dieses sich zum zweitenMale frei gemacht.