Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Fünfzehntes Auch

Mit Tirol in gleicher Zeit schlug sich das VorarlbergcrLand frei.

Die Vorarlbergcr — der Tiroler treue Gefährten des Ruhmsund der Gefahren des Krieges in den frühern Landesvertheidi-gungsepochcn — hatten, wie wir wissen, diesen die Hände zumbrüderlichen Bunde' geboten. Der Jäger-Hauptmann Camichel,ein gcborner Bündtncr, organisirte das Aufgebot der waffenfähigenMannschaft, und unterhielt geheime Verbindungen in Schwaben.Er hatte sich schon 1799 im Ausstaude seiner LaudSleute gegenSoult und Lecourbe den Ruf eines eben so tapfern als einsichts-vollen Patrioten erworben, weßhalb er auch fetzt an die Spitze derLandesvertheidigung in Vorarlberg gestellt wurde. Der Aufstandgewann durch die Ankunft und Anwesenheit des am 3. Mai dahinabgeschickten österreich. Detaschements von 4 Offiziers, 100 MannInfanterie und 20 Reitern schnell an Entwicklung und Selbst-stäudigkeit, um so mehr, da dasselbe bald durch eine Abtheilungvon 310 Mann, 14 Pferden und 1 Kanone, unter Hauptmannvon Tschifelli, der am 12. Mai in Brcgenz eintraf, verstärktwurde. Diese Truppen sollten vereint mit den VorarlbcrgernStrcifzüge von Brcgenz nach Lindau, und von da auf bewaffnetenFahrzeugen über den See gegen Buchhorn, Zell und Constanz,und zu Lande gegen Markdorf und Stockach unternehmen; gleich-zeitig sollte Rittmeister Esch mit einer Abtheilung von 400 Mann