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um dem Lande in beiden Beziehungen einen würdigen Führexund Vorsteher zu geben, 11m diese Stelle einzunehmen, fehlte esnicht au tüchtigen Leuten. Die Blicke des Volkes richteten sichvorzüglich auf !),. Anton Schneider, geboren am 13. Oct. 1777zu Weiler bei Bregen;, einen in Vorarlberg, ju der nahen Schweizund am ganzen Bodenscc imgemcin populären Nechtofreund;—Nachbaucr, Schulmeister in BrederiS, durch seine Einfachheit,llnerschrockenhcit, richtigen Blick, Kenntnisse und Zutrauen imLande ganz jenen alten h'onsularen ähnlich, die vom Pfluge zmnKriege berufen, nach vollbrachtem Kriege eben so gerne wiederzum Pfluge zurückkehrten; —, Sutterlitti von Hittisau, rühmlichbekannt durch mehrere kühne und listige Thaten aus den früherenKriegSepochcn; — und Niedmüllcr, aus früheren Zeitpunktendurch Anhänglichkeit an Oesterreich und durch Tapferkeit bekannt,jn der Jugend Husar, jetzt aber alternd, so daß dadurch mancheklug entworfene und von den Umständen begünstigte Uebcrfällemißlangen. Einstimmig fiel indeß die Wahl auf Ilr. AntonSchneider. Unter ihm bildete sich ein Ausschuß von Männern,die das Vertrauen des Volkes besaßen, und sich nächst der Sorgefür die Bewaffnung, Verpflegung und Organisirung der Volks-haufen in Eompagmen, insbesondere noch mit der Leitung dermilitärischen Operationen beschäftigten.
Mit unglaublicher Thätigkeit orgauisirte Schneider, der nachInnsbruck zu seinem Jugendfreund Hormayr geeilt war, undvon dort die Bestätigung Buol's und Hormapr's als Gcneral-Commissär in Vorarlberg geholt hatte, die Schutzdcputationcn inBregen; und Feldkirch, den Landsturm von einer Bevölkerungvon 91,000 Seelen zur unglaublichen Zahl von 20,000 Strei-tern, die Schützencompaguicu in 8 Bataillons. Er schuf sich auseigener Kraft Reiter, Geschütz und eine Flotille auf dem Boden-see. Freilich ist Vorarlberg keineswegs so begünstigt wie Tirol,sondern dem Geschütz und der Neckerei vom Terrain allerwärtszugänglich.
Die in Lindau zurückgebliebene würtemb. Garnison wurdeMn enge eingeschlossen, und zur Uebergabe aufgefordert, die je-doch abgeschlagen wurde. Die gefährliche Lage der Besatzunghewog indessen sowohl den General Siccard im Lechthale, als daswürtemb. Truppcncorps im Jllerthale, nachdem beide Verstär-kungen an sich gezogen hatten, wieder gegen Kcmptcn vvrzu-