Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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und Lechrhal ausgeführt, und bedeutende Contributionen er-hoben.

Unterdessen hatten die würtembergischcn Generale Schclcrund Koseritz eine Abtheilung von ungefähr 1000 Blaun Fußvolk,500 Reitern und einigen Kanonen gesammelt, und griffen damitam 20. Mai frühe 7'/? Uhr die Vorarlberger bei HohenemS ent-schlossen an, um sie zu zerstreuen. Der Mittelpunkt, unter Mül-lcr'S Anführung, schlug den Angriff zurück, warf ihn bis Klien,während der linke Flügel unter Niedmüller auf der Straße vonGötzis nach Lustenau vorrückte, um die Flanke des Feindes zubedrohen. Der rechte Flügel unter Nachbaucr und Ellcnfohndrang am Fuße des Berges bei HohenemS ebenfalls bis Klienvor; der Feind stellte seine Kanonen und Reiterei auf der Chausseeauf, und suchte mit Fußvolk diesen Ort den Vorarlberger» wiederabzunehmen, die aber in einem zweistündigen Gefechte die Würtem-bcrger und Franzosen bis über Dornberg zurückwarfen. Obgleichdie Vorarlberger vernahmen, daß eine starke Colonne Würtembergermit 2 Kanonen in Dregenz zur Verstärkung ihrer Waffcnbrüdereingerückt sep, so drangen sie dennoch ohne Rast in dieser Rich-tung vor, und warfen die Gegner nach Bregen;. Ein neuerAngriff mit der eingereihten Verstärkung wurde aber nach einemhalbstündigen Gefechte zurückgeschlagen und die Würtembergergezwungen, Bregenz aufzugeben.

Ihren Sieg berichteten die Vorarlberger an den österreich.Intendanten Hormayr nach Tirol, zugleich aber mußten sie sichin einer öffentlichen Bekanntmachung gegen den Vorwurf ver-theidigen , als hätten sie Gefangene mißhandelt oder ermordet.Zu dieser öffentlichen Bekanntmachung hieß es: „Jeder, welcherdas Benehmen der edlen und biedere» Vorarlberger kennt, wirdeine dergleichen niedrige — und zu ihrem Endzweck eigentlichgeeignete Verlänmdung in ihrer waren Gestalt sogleich erkennen,und daher auch diese zu verabscheuen wissen, ohne diesseits nöthigzuhaben, dergleichen elende, feindselige Gerüchte zu wider-legen."

In dem Treffen von HohenemS am 20. Mai hatten dieVorarlberger ihre Sclbstständigkcit erkämpft, und um diese zubehaupten war vor Allem mehr Einheit in der Landcsverwaltungund der Kriegführung nothwendig, als bisher geherrscht hatte.Alle Patrioten fühlten tief dieses Bedürfniß, und vereinigten sich,