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zum Theil durch den Herzog mitgetheilten Nachrichten einschläfernlassen, und sich begnügt, einen Posten auf den Thurm zu stellen,welcher nicht einmal die ganze Gegend übersehen konnte. Daherwurde er am hellen Mittage von den Sachsen überfallen, undder größere Theil des Detaschcments nach braver Gegenwehrgefangen genommen.
So klug und glücklich Tielemann diesen Ueberfall ausgeführthatte, so verfiel er doch in den gewöhnlichen Fehler der Sieger,und vergaß, daß ein braver Feind nie versäumt, eine erhalteneScharte wieder auszuwetzen. Denn während er sich in Zittaudem Genusse der Ruhe überließ, ließ der Herzog die Stadt inder Nacht angreifen, und die Sachsen ungeachtet des tapferstenWiderstandes daraus vertrieben. Da er aber hierauf eine Con-tribution von 6000 Thaler, wovon ihm ein Drittheil durcheinen Wachtmeister gestohlen wurde, eintrieb, gebrauchten dieSachsen Repressalien, und ließen sich von böhmischen KaufleutenWechsel auf eine gleiche Summe ausstellen; erklärten jedoch, daßdieselben von dem Augenblicke an ungültig seyn sollten, wo derStadt Zittau jene Summe wieder erstattet worden sey.
Mittlerweile hatte man öfter. Seitö beschlossen, mit einemCorps in Sachsen einzurücken, und den Herzog von Braunschwelgdurch den General Am-Ende einladen lassen, gemeinschaftlich mitden Ocsterreichern zu opcriren. Zu diesem Zwecke ließ der Herzogseine Truppen aufbrechen, und vereinigte sich am 10. Juni beiDippoldiswalde mit dem öfter. Corps, worauf Thieleinann alleseine Truppen zusammenzog, und eine Stellung auf den An-höhen hinter Penncrich, auf der Straße von Rossen nahm. Daes im Heere der Braunschweigcr und Oesterreicher hieß, er werdeDresden vertheidigen, so wurde ein Dctaschement über Peterswaldenach Pirna geschickt, um ihn in Ungewißheit zu erhalten, jedochohne den gewünschten Erfolg, indem Thieleinann die wahre Ab-sicht erfuhr, und daher am 10. Juni auö seiner Stellung undaus Dresden abzog, theils um diese Stadt zu schonen, haupt-sächlich aber um sein kleines Corps nicht der Gefangcnnehmungauszusetzen, welche durch die Vertheidigung Dresden's unaus-bleiblich hätte herbeigeführt werden müssen. Am 11. Juni Abends5 Uhr kamen die vereinigten Corps vor Dresden an, und zogen,nachdem sie die Ueberzeugung von der Abwesenheit der sächsischenTruppen erhalten hatten, in die Stadt ein. Während des Ein-