Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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General Nadivojevich in Baircuth erhielt von allen SeitenNachricht, daß der General Junot gegen ihn heranziehe; er con-ccntrirte daher sein Corps in einem Lager auf den Höhen vonBindloch, mit Vorposten, Streifcommando's und Besatzungen zuHollfcld, Creusen, Kulmbach, Dondorf u. st f. Am 2. Juli kamKienmayer, sprach mit ihm und begab sich nach Hof, um die Co-lonne, die Nosner führen mußte, auf den Schauplatz eines be-vorstehenden Kampfes zu ziehen; er ging selbst bis Plänen, woer die Nachricht erhielt, daß Junot über Bamberg im Anmärschesey, und Jerome Napoleon von Dresden aus auf Zwickau mar-schire, um sich mit ihm zu vereinigen und nach Böhmen vorzu-dringen. Hierauf gefaßt, beschließt Kicnmayer, sich in Verbin-bindung mit den Truppen des General Nadivojevich zwischendiesen beiden feindlichen Corps zu behaupten, einem nach deinandern entgegen zu gehen, und jedes derselben einzeln anfallend,ihre Vereinigung zu hindern. Denn erfolgte diese, so wardann Kienmayer viel zu schwach, der Uebermacht zu widerstehen,und Böhmen war der feindlichen Invasion preisgegeben. Kien-mayer marschirte daher am 6. Juli nach Hof und gab dein Ge-neral Nadivojevich Befehl, sich auf der Höhe von Bindloch, oderim Defilee von Bcrneck, wenigstens aber bei Gefrccs zu behaup-ten, während er selbst den Feind in seiner linken Flanke anzu-greifen gedenke.

Der General Junot war mit 8 Bataillons, 16 SchwadronenDragoner, 2000 Bayern, nebst 18 Kanonen, in allem etwa8000 Mann, worunter 1200 zu Pferde, von Bamberg aufge-brochen; seine Vorhut vertrieb die Oesterreichs aus Hollfeldund Pußbach, und drückte die Vortruppen Nadivojevich's gegendie Bindlocher Anhöhe, wo die öfter. Reiterei Stand gegen denFeind zu halten suchte. Nadivojevich, für seine Flanken besorgt,brach mit seinem Gros aus dem Lager bei Bindloch auf, undmarschirte am 7. Juli nach Bcrneck zurück, wo er sein Corpstheils vor, theils hinter dem dortigen Defilee aufstellte; die Fran-zosen , welche durch Umgehen die öfter. Nachhut zum Rückzügegezwungen hatten, erstiegen in der rechten Flanke der Oesterrei-cher die Höhe von Michclsdorf, und kamen in der linken aufden Weg von Goldkronach; wollten die Ocsterreichcr mit ihrerNachhut in der Schlucht von Berneck nicht eingeschlossen und ge-fangen werden, so war nichts anderes zu thun, als diesen Ort