Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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mit außerordentlicher Herzhastigkeit sich auf der Höhe der Kapellevon Berneck wieder zu setzen, allein da sie nicht von den imRückzüge befindlichen übrigen Corps unterstützt, und von dennachfolgenden Oesterreichern und Brannschweigern muthig ange-griffen wurden, so waren auch sie genöthigt, diesen Posten zuverlassen und sich auf das linke Ufer des Mains zurückzuziehen.In dem Maaße als Radivvjevich vorrückte, hatten sich im Gefechtedie hessischen, braunschweigischen und österreichischen Jäger, dergrößte Theil der braunschweigischen Husaren und die hessischenDragoner an ihn angeschlossen, so daß die andere Colonne, dieumgehen sollte, geschwächt wurde. Diese, aus den übrigen Trup-pen bestehend, die Kienmayer aus Sachsen herbeigeführt hatte,erstieg unter Leitung des Oberstlieutenant Rosner vorn General-stabe den Gebirgsrücken auf dem rechten Ufer der Olschnitz, undmarschirte über Wafsenknodeu, ohne einen Feind zu treffen, nachMichelsdorf und stellte sich auf den Höhen des Mainthales auf.Der Oberstlieutenant Rosner ließ sich hierauf über diese ziemlichsteilen Höhen mit einem Geschwader Uhlanen hinab, um gegenNeudorf an der Chaussee im Rücken des Feindes zu operireu,welches aber nicht gelang, und da der Feind sich zum Theil schonhier versammelt hatte, so blieb es blos bei einigen Kanonenschüs-sen. Die einbrechende Nacht und ein ungewöhnlich starker Ge-witterregen nöthigte beide Parthien zu einer Art von Waffenruhe,welche Junot benutzte, mehrere zurückgebliebene Geschütze überden Main zu bringen, und sich auf die Höhen hinter Neudorfzurückzuziehen, bis wohin er von den öfter. Plänklern verfolgtwurde, worauf er sich am 9. Juli nach Tumbach, den folgendenTag nach Amberg zurückzog.

Durch den Sieg über Junot hatte Kienmayer die Vereinigungzwischen Jerome Napoleon und Junot vereitelt, und die Freiheitgewonnen, dem König von Wcstpbalen, der in seinem Rückenvon Dresden über Schleiß vordrang, ungehindert entgegen gehenzu können. Wirklich lief am 9. die Nachricht ein, daß derselbeüber Plänen gegen Hof im vollen Marsche sich befinde, weßhalbKienmayer beschloß, sein vereinigtes Corps gegen ihn zu führen,und auch dem General Am-Ende wieder nach Sachsen und aufDresden vorzurücken befahl.

Oberst Thielcmaim hatte, während Kienmaycr nach Baireuthgezogen war, einen Strcifzug mit 300 Pferden über Kommotau