Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Gen. Niesch und Erzh. Carl nach dem Sinne des Waffenstillstan-des die Verlassung Sachsens dringend geboten, bewogen nun denGeneral Am-Ende, nach Böhmen zurückzukehren. Am 21., Nach-mittags 2 Uhr, zogen die Oefierrcicher mit klingendem Spiele vonDresden ab und zum Pirna'schen Thore hinaus, und gegenAbend rückten die Sachsen durch den Freiberger Schlag in ihreHauptstadt wieder ein.

Bei Plänen traf den F. M. L. Kienmayer, bei Jena denKönig von Westphalen die Kunde einer abgeschlossenen Waffen-ruhe. Ersterer mußte sich mit dem 11. öfter. ArmcecorpS ineine bestimmte Demarkationslinie au der böhmischen Grenze zu-rückziehen, und sich in derselben militärisch ausstellen; dcr Königkehrte mit seinen Garden nach Kassel, General Junot von Am,berg nach Baireuth zurück, und erhielt später das Commando überdie in Sachsen und an den Grenzen stehenden Truppen. An dieBaireuther erließ er folgende Proklamation vom 24. Juli: „Bar-re» r her ! Euer Betragen wahrend der Anwesenheit der österreich.Truppen in der Stadt und dem Fürstcnthume ist mir bekannt.Mehrere von Euch haben Erzesse und strafbare Vergehen sich zuSchulden kommen lassen. Seit der Einrückung des Armeecorps,welches ich kvmmandire, suchen Bewohner dieser Stadt und desFürstenthums meine Truppen zu verführen und sie zur Desertionzu verleiten. Proklamationen, eben so abgeschmackt als verbre-cherisch, sind vertheilt worden, vorzüglich an die Soldaten desChevaurlegersregimeuts von Berg. Einige, schwach genug, umdie Albernheiten solcher Schriften zu glauben, haben ihre Stand-orte verlassen und sind fortgegangen, um die Näuberhorde deSHerzogs von Braunschweig-Oels zu vermehren, selbst Bewohnerdieser Stadt und des Fürstenthums haben jene Parthei ergriffen.Ich habe befohlen, das Verzeichniß derselben mir vorzulegen, umdadurch ein Erempel zu statuiren, daß ich ihre und ihrer Fami-lien Güter einziehen lasse, wenn sie nicht bis zum 1. Augustzurückgekehrt seyn werden. Ich werde die unrcr Euch, welchemeine Truppen zu verführen suchen sollten, zu erforschen wissen,und ich werde Jeden, ohne Ausnahme des Standes, mit demTode bestrafen lassen, der dieses Vergehens für schuldig befundenwird. Das Fürsteuthum Baireuth gehört S. M. dem KaiserNapoleon. Ihr seyd diesem großen Monarchen mit dem Eideder Treue und des Gehorsams zugethan; wehe dem unter Euch,