Am-Ende am 20. Juli mit allen seinen Truppen auf Dresdenrückte, nachdem er Freibcrg noch stärker hatte besetzen lassen.
Schon vor Anbruch dieses Tages hatte der Fürst Lobkowitzin Dresden durch einen Kundschafter die Nachricht erhalten, daßOberst Thielemann mit seinem Corps in Nossen eingerückt sey,welches auf 300 Husaren, 300 Dragoner, 400 Cürassierc, 400Grenadiere und 1300 Füseliere nebst 12 Geschützen geschätztwurde. Auf diese Nachricht befahl Lobkowitz der Besatzung vonDresden Bereitschaft, die Thorwachen wurden verstärkt, und manertheilte den Commandanten die nöthige Instruktion. Unglück-licherweise versah auf dem sogenannten Wilscherthor ein Fähndrichvon einem Landwehrbataillon den Dienst anf der Wache, derstatt nach erhaltener Belehrung das Gatterthor zuzumachen, denvorn Obersten Thielcmann gesendeten Parlamentär in die Stadtnach dem Quartier des Fürsten Lobkowitz reiten ließ. HätteThielemann statt des Parlamentärs 2 Escadrons Husaren gesen-det, welche sich des Thores bis zu seiner Ankunft versichert hätten,so wäre wahrscheinlich die Stadt sein gewesen. Indem kam Am-Ende mit feiner Colonue nahe an die Stadtthore heran, und daman ihm die Meldung von der Ankunft eines Parlamentärs er-stattet hatte, eilte er zum Fürsten Lobkowitz, gab dem sächsischenOffizier seine Verwunderung über eine solche Forderung bei dembestehenden Waffenstillstände zu erkennen, und protestirtc gegendie Gefangennehmung einer Compagnie Infanterie und einigerUhlanen zu Wilsdruff durch Thielemann's Truppen. In gleicherAbsicht sandte er selbst einen Offizier an Thielemann, den derselbeauch einige hundert Schritte vor den Vorstädten auf der Straßevon Wilsdruff antraf. Thiclemann erklärte: daß er von demWaffenstillstand nichts wisse, der Feind nicht die Quelle sey,durch welche er ihn zu erfahren habe, und daß, wenn dieStadt nicht binnen einer Stunde übergeben scye, er angreifenwürde. Diese Stunde wurde von den in Dresden befindlichen3190 Mann Oestttreichern dazu benützt, sich auf den Wällen auf-zustellen, Geschütze aufzuführen, die Thore zu verrammeln, über-haupt sich zum Widerstände zu rüsten. Neue Unterhandlungenzerschlugen sich durch eine Erklärung Thielemann's vom 21. Mor-gens, in welcher er feierlich gegen Alles protestirte, was gegenden Vortheil seines Gebieters sey, und die Eröffnung der Feind-seligkeiten durchblicken ließ. Dies und einige Schreiben, in denen
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