öfter. General Fenner nahm die Richtung von Brentonico; An-dreas Hofer und Oberstlieutenant Göldlin deckten den Montebaldo,Tiroler Schaaren, die durch das Thal von Caprino herabka-men, griffen zu Rivoli das Bataillon der italicn. Scharfschützenan; die öfter. Oberstlieutenants Leiningen und Ertel hieltenRivalta und Pcri, zwei Dörfer auf beiden Ufern der Etsch, die schonzum italien. Gebiet gehörten, besetzt; die Tiroler Landstürmer vonLavis waren in den Thälern Polisella und Pantena, oberhalbVerona u. s. f., Chastcler selbst wartete in Noveredo die Be-wegungen des Erzherzogs Johann ab, ehe er sich der franz.Armee näherte, ein Verfahren, das in einem durchschnittenenLande, dessen Bewohner es mit ihm hielten, allznvorsichtig war.Die Armee Eugens bildete am 26. und 27. eine zwischen Ve-rona und der nur drei Stunden davon entfernten Höhe vonCaldicro eingeschlossene, von den Oesterrcichern und Tirolernumfaßte Spitze, welche sie durch ein Flankcnmanövcr von ihrenfesten Plätzen und von Mailand abzuschneiden drohten. DieArmee des Erzherzogs Johann, Caldicro gegenüber, mit ihremlinken Flügel an die Etsch gelehnt, hatte es in ihrer Gewalt,über diesen Fluß zu gehen, und stand dem Punkte Mantua unddem Po näher, als der Vizckönig; rechts stand Chasteler seitdem 25., etwa 10 Stunden von der Straße von Peschicra nachVerona, mit Vorposten auf halbem Wege dahin und Abthei-lungen ganz in der Nähe von Brescia; er konnte im RückenEugens nicht nur mit seinen Linientruppen, sondern mit 12 bis15,000 Tirolern verbrechen, die sich noch vermehren mußten, jenäher sie der reichen Beute der Lombardei kamen. Es wardieses für den Erzherzog eine ungeheure Verstärkung und fürden Vizekönig eine neue Armee, die er zu bekämpfen hatte.Uebcrschritt Johanns Armee noch die Etsch, so verdoppelte sichdieselbe zuverläßig durch zufallende Freunde und Hilfstrnppen;Sizilien und Neapel bewaffneten sich gegen die Napoleon'scheDynastie und die römischen Staaten hätten sich ohne Zweifelauf des Pabstes Ruf in Waffen erhoben.
Eugen, der Etsch näher tretend, hatte sich wohl verstärkt;allein die zahlreiche» Garnisonen, die er abgeben mußte, nahmenihm wieder viele Leute weg, und zudem waren seine Truppennoch nicht alle bei ihm eingetroffen; seine Generale verlangteneine Frist von 8 Tagen, um die Armee wieder herzustellen, zu
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