Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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ergänzen und die Stellung von Saldiere, sowie die Linie derEtsch in Vertheidigungsstand zu setzen. Eugen kannte dieSchlappe von Volano und den Marsch des Tiroler Corps; ausden Papieren des öfter. Intendanten Goß hatte er Plane zurJnsurgirung Italiens ersehen. Wenn der Erzherzog Johannam 27., oder auch erst am 28. frühe angriff, sich rechts überMontebello gegen den linken Flügel der italien. Armee ausdehnte,wenn Chasteler seine Landstürmer zwischen Peschicra und Veronaaufstellte, so stand das Schicksal Italiens auf dem Spiele.Schon waren partielle, freilich sogleich unterdrückte Aufstände imPadua'schen, Vologncsischen rc. ausgebrochen, und Eugens rechteFlanke bedroht, während die Tiroler und etwa insurgirtcn Be-wohner der Lombardei seine linke gefährdeten, und Piemont, dasden Franzosen 1799 so furchtbar war, in seinem Rücken lag.Es war nur eine Schlacht, wie jene von Sacilc, erforderlich,um sich der lombardischen Ebenen zu bemcistern und die festenPlätze der öfter. Landwehr zu überliefern, die damals hinrei-chend gewesen wäre, solche zu belagern; es hätte eigentlich nichteinmal noch einer Schlacht bedurft, wenn die frauz. Armee vonSacile aus verfolgt worden wäre. Dabei war der Soldat deritalien. Armee durch den Ueberfall von Pordenone, durch dieSchlacht von Sacile, durch einen langen, dem beweglichen Cha-rakter der Franzosen und Italiener wenig zusagenden Rückzugbeunruhigt. Die Mischung der beiden Nationen erwies sich indiesem Falle nicht vortheilhaft; das gegenseitige Vertrauen ver-minderte sich; der Kaltsinn der Franzosen schien durch einigeAbtrünnigkeite», die sich zeigten, gerechtfertigt. In der Stellungvon Caldiero, die der Vizekönig gewonnen hatte, und die aller-drngs zur Vertheidigung geeignet ist, sah jeder den Bogen, dendie so nahe Etsch gegen Osten beschreibt, und wußte, daß hierdie Oesterreicher leicht über den Fluß kommen und die Armeevon ihrer Basis am Mincio abschneiden konnte; es war nichtunbekannt, daß noch größere Gefahren auf der linken Seite droh-ten, und daß der Feind im Rücken zwischen Verona und Pe-schiera vorrückte. Das Schlimme wurde übertrieben, 0 wie

1) Die Memoiren über den Hof des Prinzen Eugen berichtenuns, der damalige Schrecken sey so groß gewesen, daß manbei dem Vizekönig anfragen ließ, ob nicht die VizeköniginMailand verlassen und sich hinter den Po begeben sollte.