Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
217
JPEG-Download
 

217

stießen sie auf die 3 Bataillons Franz Jellachich und drängtensie zurück. Eben langte Oberst Volkmaim an, stellte sich in 3Treffen auf, das erste hinter einer steinernen Mauer, nahmdie zurückweichenden Bataillons auf und ging nun selbst zumAngriff auf die Italiener des General Bonfanti über. Diesewollten ihre so blutig erkauften Vortheile nicht aufgeben; esentspann sich ein äußerst hitziges Gefecht, aber die Ocsterreicherwarfen sie, besetzten, den Obersten Volkmann voran, Foscari-nctto und rückten gegen Castel Ceriu, wo zugleich mit ihnenGeneral A. Giulay anlangte. Der General Sorbier eilte mit3 Bataillons italicu. Garde herbei und warf die Oestcrrcicherzurück; diese faßten sich wieder, sahen, daß sie nur einige Ba-taillons vor sich hatten, griffen sie in der Fronte und in derFlanke an, und zwangen sie nach lebhaftem Widerstände zumWeichen; sie besetzten Castel Cerin und die Höhen und folgtenhinab in das Thal gegen Cazzan und auf dem Gebirge nachBastia nach, wo noch Unterstützuugsschaaren zu ihnen stießen,während die Italiener dieselbe entbehrten. Der General Sor-bier, Adjutant des Vizckönigs, wurde, indem er den Rückzugvcr Garde und der Truppen Bonfanti's leitete, tödtlich verwun-oct und von den Oesterreichern gefairgen eingebracht. Der Ge-neral Scrras zog sich zwischen S. Pictro und Colognola zu-sammen; das 1. «allen. Regiment warf sich in das SchloßIllasi, wo es allen Anstrengungen der siegreichen Oestcrreichcrtrotzte. Während dieses lebhaften Gefechtes hatte Eugen dieDivisionen seines rechten Flügels gegenüber den Dämmen desAlpon aufgestellt und eine Kanonade eröffnet, die einen großenTheil des Tages fortgesetzt wurde, und die, wenn auch mör-derisch, doch zwecklos war; er mußte vielmehr alle seine Streit-kraft nach seinem linken Flügel ziehen, um seine Italiener zuunterstützen. Die Gefechte beider Tage kosteten den Franzosenund Italiener über 1500 Mann; die italien. Garde zählte alleinmehr als 400 Todte und Verwundete; die Oesterreich««' aberverloren 2 Offiziere und 133 Soldaten todt, 14 Offiziere und597 Soldaten verwundet, 5 Offiziere und 499 Soldaten ge-fangen und 572 Soldaten vermißt. Abends sammelten sich dieöfter. Bataillons, die den General Sorbier geschlagen undwelche sich während des Gefechtes getrennt hatten, um, wenn derBefehl anlangen sollte, den folgenden Tag zu einem weitem