Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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vor, in der Richtung von Ceneda. Engen durchritt die Linienund entwickelte eben soviel Eifer beim Angriff, als er Festigkeitbei der Vertheidigung gezeigt hatte; Lamarquc und die andernColonncn setzten ebenfalls gegen den Feind an; aber auch deröfter. General Ealnassy sammelte seine Truppen, führte siewieder vor und nahm La Tezze von Neuem, über welchesGrouchy hinausgerückt war. So stand es, als die Dämmerungeinbrach. —

Nach dem tapfersten Widerstände sahen die Oesterrcicherendlich die Nothwendigkeit ein, sich zurückzuziehen. Nur dieMühle bei Campana war ihnen noch übrig geblieben, alleinLamargue von Durutte unterstützt, überstieg mit Schnelligkeit dieGräben und bemächtigte sich dieser festen Stellung, wqs nunvollends die Schlacht zum Vortheil deS Vizckönigs entschied.Der Erzherzog befahl den Rückzug, den die Truppen bei Cam-pana decken sollten. Es war etwa halb 9 Uhr, als der Erz-herzog sejne Truppen bei Bocca di Strada zusammengezogenhatte. —

Eugen, in der Meinung, daß der Erzherzog hoffe, die Nachthier zuzubringen und seine Linie gegen Sussignana, hinter einemganz mit Wasser gefüllten Canal zu verlängern, wollte ihnzwingen, diese letzte Stellung zu verlassen und ließ deshalb seineDragoner unter Grouchp und Pullp darauf losgehen. Johann,obwohl auf dein Rückzüge begriffen, wies alle ihre Anfälle ab;überhaupt ging der Rückzug der öfter. Armee in voller Ord-nung auf Conegliano vor sich. Her größte Theil folgte derStraße nach dieser Stadt; der rechte Flügel über die Höhenvon Sussignana und Aviano, der linke aber über die Brückenvon Monticano. Ealnassy, welcher in den schlechten Wegen vonBrugnera bei Pratre di Sopra stack, konnte nicht über die Me-duna kommen und war genöthigt, stromaufwärts zu marschircn;die übrige Armee Johann's vom Feinde gedrängt, setzte in Ord-nung den Rückzug nach Sacile an. Die Truppen Eugensmachten an den Ufern des Monticano halt, ohne jedoch denselbenzu überschreiten. Eugen befahl wohl den Generalen Sahneund Pnlly, die Bewegungen des Feindes zu beobachten; alleiner wollte ihn nicht verfolgen, so lange nicht der Rest seinerArmee über die sehr angeschwollene Piave gegangen sey,