Der Verlust der Oesterreicher bclief sich in dieser Schlachtauf 7—8000 Todte, Verwundete und Gefangene, 5 Kanonen,30 Mnnitionswagen, viele Munition und Gepäcke. Die ArmeeEugen's verlor in Allem zwischen 3—5000 Mann.
Am 9. Mai Nachmittags brach Johann in 2 Colonnenwieder von seinem Lager bei Sacile auf und zog über Rovercdo,Vigonovo, S. Qnirino u. s. f. Die Pontons waren nachSpilimbergo vorausgesendet worden, um hier eine Brücke überden Tagliamento zu schlagen. Der Erzherzog ritt voraus, umzu sehen, wie weit der Ban der Brücke schon gediehen sey, er-hielt aber an den Thoren von Spilimbergo die Meldung, daßman keinen günstigen Ort zum Bau gefunden habe, oder daßder vorräthigen Pontons zu wenig seyen, um die Schlagringeiner Brücke zu bewirken. Den 10. Mai frühe stand so dieöfter. Armee am Ufer des reißenden Tagliamento in einer nichtwenig kritischen Lage. Die franz. Armee drang nach und warfsich mit Ungestüm auf den linken Flügel gegen den Uebcrgangbei Valvasone. Ungeachtet der Gefahren, welcher sich die öfter.Armee bei Annahme eines Treffens in dieser Stellung aussetzenmußte, wo ein unglücklicher Allsgang nur die Wahl zwischenGefangenschaft und dem Tode in den Welten zu lassen schien,wurde die Standhafligkeit des Erzherzogs doch nicht erschüttert;vielmehr befahl er, das Heer Front machen zu lassen und denanrückenden Feind standhaft zu erwarten. Zwar bot sich nochein Ausweg dar, wenn man die Armee rechts in die hohen Ge-birge Tirols abmarschiren ließ, allein nur Pfade für Saumthiereführen dahin. Daher wäre daS Heer nur mit Aufopferungalles Fuhrwesens für den Augenblick zu retten gewesen, ohnejedoch in der Folge einer gänzlichen Auflösung in den unwirth-samcn Gebirgen zu entgehen. Wollte man den Ucbergang beiValfasone formen, welche Resultate ließen sich bei der geschwäch-ten Armee der Oesterreicher wohl dabei erwarten? Sie wärewahrscheinlich umrnngen und ohne Rettung vernichtet worden.Diese traurigen Beobachtungen überzeugten die Oesterreicher,daß hier nur der Uebergang auf einer Furth zur Rettung führe,sey es auch mit einigem Verlust; die Erhaltung des Ganzenwar dadurch nicht zu theuer erkauft. Der Erzherzog befahl da-her, den Versuch zu wagen. Mühsam wurde eine Stellungaufgesucht, wo sich ein günstiger Erfolg hoffen ließ und dann