Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Ersteigung des Berges Galosch das Fort zu umgehen; alleinden Fußsteig, der über denselben führt, konnten nur einzelne Fuß-gänger unter dem Feuer der beiden oberen Batterien sehr müh-sam erklettern, so daß sie erst im Dunkel der eingebrochenen Nachtihr Vorhaben ungestört auszuführen vermochten.

Am nächsten Morgen, 15. Mai, forderten die Franzosendie Besatzung zur Uebergabe auf. Mit spartanischer Kürze er-widerte Hensel: Er habe Befehl sich zu vertheidigen, aber nichtzu unterhandeln, erhalten, worauf sogleich eine französ. Schaarauf der Straße gegen die Verschanzungen vorrückte; das furcht-bare Kartätschen- und Musketenfeucr aus den Blockhäusern ver-eitelte blutig jeden Versuch. Desto gefährlicher wurden der Be-satzung die feindlichen Schützen, welche das Gcbirg zur Rechtendeö Forts erstiegen hatten; allein auch diese trieb der Oberfeuer-werker Rauch, der eine dreipfündige Kanone von der Malborg-hetter Batterie auf einem, dem Gebirge nähern Punkte unter demheftigsten feindlichen Gewehrfeuer aufführen ließ, auf die ent-fernteren Berge zurück, und erst gegen Mittag des andern Tageswagten es Einzelne wieder, sich den Blockhäusern zu nähern.Den 16. Nachmittags forderten die Franzosen die Besatzung zumzweiten Male auf: Es sey thöricht, mit so weniger Mannschaftsich gegen ein ganzes Heer vertheidigen zu wollen; werde dasFort erstürmt, dann dürfe auch Niemand Schonung erwarten.Hensel antwortete kalt: er werde sich wehren. Die Mannschaftdes Forts, sobald sie die Drohung des Feindes vernommen, freutesich über den festen Sinn ihres Befehlshabers. Bald nach derAufforderung zeigte sich eine neue feindliche Schaar vor Malborg-hctto; allein auch diese wurde gar bald durch das Kanonenfeuerder Oefterreicher in das Dorf wieder zurückgetrieben. GegenMitternacht versuchten die Franzosen noch einen Ueberfall; schnellund muthvoll drangen sie vor und stürmten die vorder» Ver-schanzungen ; die wachsame Besatzung empfing sie mit einem leb-haften Feuer; allein es fehlte ihr an Leuchtkugeln; die Wirkungjedes Schusses war zufällig, und der Feind, durch die Dunkelheitbegünstigt, konnte in das Fort dringen. Da stürzte sich Bartho-lomäus Burgsthaler vom 2. öfter. Artillerieregimente aus denVerschanzungeu und zündete ein verlassenes Haus links derStraße mit Lichtern an. Die Gegend wurde nun erleuchtet;

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