Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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jeder Schuß sicher auf die feindlichen Reihen gerichtet und derdritte Sturm abgeschlagen.

Mit dem frühesten Morgen des 17. Mai begann ein neuerAngriff. Noch in derselben Nacht hatten die Franzosen zweiBatterien, eine von 2 Kanonen und 1 Haubize, die andere von2 Kanonen am Fuße des Galosch aufgeworfen. So wie derTag zu grauen begann, beschossen sie auch das Fort, jedoch zuweit entfernt, nur mit geringem Erfolge. Sparsam antwortetendie Oestcrreicher; später schwiegen sie ganz, und jeder feindlicheSchuß wurde nur Gegenstand ihres Gespöttes. Als es aber derfranz. Artillerie gelang, einige Granaten bis an das Blockhauszu werfen, da donnerten um so heftiger alle vordem Batteriender Oesterrcichcr, und vor ihrem Feuer verstummte gar bald dasfeindliche Geschütz.

Jede Nacht wurde bisher noch von den Franzosen benützt,Truppen über das Gebirge zu senden, um das Fort völlig zuumringen. Seit dem vorigen Abende hatten einige Compagnienvom 02. Negimente Höhen besetzt, die einen nördlich und aufdem höchsten Punkte gelegenen isolirten Thurm beherrschten. Siehatten erspäht, wo man demselben beikommen konnte, und solltenihn, sobald die übrigen Truppen des Regiments kommen würden,angreifen. General Pactad schlug mit dem 1., 52. und 102.Negimente dieselbe Richtung ein, um die Blockhäuser zu umgehen;konnte aber erst am 17. Morgens 9 Uhr die ihm zugewiesenenStellungen einnehmen. Durutte hatte seine Division in demuntern Theile des Dorfes formirt, so daß das Fort nun völligumringt war. Gegen eine Stunde hielten die Franzosen, sichzum Sturme anschickend, die Kanonade aus dem Fort aus, bisauf ein gegebenes Zeichen, gegen ein Uhr Mittag, alle Sturm-colonnen zugleich vordrangen. Der Vicekönig schickte das 3.Bataillon des 62. Regiments in die rechte Flanke des Feindesnach dem isolirten Thurm, das 2. gegen die Werke des Cen-trums und das 1. und 4. Bataillon gegen die der linken Flanke,dem Ehrenposten, wo die größte Gefahr wartete. Die Grena-diere jedes Bataillons marschirtcn vorwärts, ihnen folgten dieVoltigeurs, dann die Füsiliere; die ersten Abtheilungen erklet-terten mit Mühe den steilen Felsinhang oberhalb Malborghetto;wüthend stürmten die französischen Soldaten vorwärts; gräßlichwüthete das Feuer unter ihnen, ganze Züge stürzten zugleich,