Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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Eugen's Vortrab gelangte am 19. Mai in Villach an; den20. kam er nach Wildon; das 8. reitende Jägerregiment gingbis Klagenfurt, vertrieb die Oesterreicher daraus, und nahmihnen eine Anzahl Leute, eine Wagenburg und 400 französischeKriegsgefangene ab. Von fetzt ging Eugen, voll der Erinnerungdes ruhmvollen Fcldzuges von 1797, rasch auf Wien los.

Am 19. rückte Erzherzog Johann nach Völkermarkt; Cha-stelcr machte Anstalten, sich an den Prinzen anzuschließen. Johannschrieb hierauf an Jellachich: der Feind sey in Klagenfurt undZell; er zeigte ihm alle Straßen, die er einschlagen könnte, umsich mit ihm zu vereinigen, und befahl ihm, seinen Marsch zubeschleunigen. Eben so gingen nach Gratz die Aufträge, dieSchloßfestung in vollkommenen Stand zu setzen und die über«flüssigen Vorräthe fortzuschaffen. Johann erfuhr aus Rapportenund Nachrichten: Trautenberg stehe mit öfter. Landwehre amSömmering und an dem Pfaffen; der Palatinus von Ungarnsammle seine Streitkräfte bei Naab; an den nördlichen GrenzenStcicrmarks zeigten sich allenthalben Feinde; sie seyen am 18.in Mariazell eingerückt und hätte» das Gußhaus besetzt; Feindeseyen in Pahrendorf und vor Preßburg erschienen; der GeneralStoichevich ziehe sich zurück. Erzherzog Johann ging nun vonVölkcrmarkt über Lavamünd, Mährenberg, Eybiswald und Nö-ding nach Gratz, wo er am 24. anlangte.

Der Ban Graf Giulay versammelte inzwischen am 15. und16. Mai seine eben nicht zahlreichen Truppen in Laibach, wo dieVerschanzungen in voller Arbeit, und obgleich nicht vollendet,doch haltbar waren. Giulay's emsigste Sorge war nun, Lai-bach, diesen Sperrpunkt in vollkommenen Vertheidigungsstand zusetzen, und es geschah alles Mögliche, was einen angemessenenWiderstand erwarten ließ. Das überflüssige Geschütz schickte ernach Croatien und legte Besatzung vom Regimente Simbschen,von den Szluiuern und der Landwehr in die Verschanzungen.Als Commandant von Laibach wurde F. M. L. Moitelle, einsehr alter, abgelebter Mann, dessen voriger militärischer RufVortheilhaft war, und unter ihm als Platzmafor der FranzosenLefebvre angestellt. Bei den schwachen Streitkräften, welche Zachin Pre.vald, und Calnassy bei Podgray und in dem BirnbanmcrWalde entgegensetzen konnten, war noch immer zu fürchten, daßder General Macdonald eher als diese beiden Generale vor