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Begeisterung. Serras mußte nun gewaltsam das Blockhauserobern, um die Hauptstraße ganz frei zu erhalten.
Am 18. Mai ließ er durch einige Bataillons des 1. und35. leichten Infanterieregiments die Felsen erklettern, welche dasDefilec beherrschen und die vereinten Grenadiere seiner Divisiondurch den Bergstrom waten. Er stellte hierauf 1 Bataillon vom35. auf der Straße auf, die Sapeurö an die Spitze der Abthei-lungen, welche sich von allen Seiten auf das Blockhaus warfen.Im Feuer der Oesterreichcr rissen die Stürmenden die Pallisadenein, erstiegen die Brustwehr, gewannen die Außcnwcrke undwollten in das Blockhaus eindringen. Umsonst! Da§ Feuer ausdemselben warf eine Schaar um die andere zu Boden; immerneue rückten an; Haufen von Leichen thürmten sich auf; Bächevon Blut stoßen die Anhöhe hinab, und noch hatte Serras nichtsgewonnen. Mit wilden Blicken näherten sich neue SchaarenStürmer, drangen vorwärts und theilten das Loos mit den ge-worfenen oder gefallenen Brudern. Stunden schon währte derKampf; da zündete eine sranzös. Haubizgranate das Blockhaus;die Franzosen sahen es, und jubelnd schleuderten sie neue Werk-zeuge der Zerstörung dahin. Vom Winde angefacht, verbreitetesich schnell das Feuer. „Keine Uebergabe!" rief unerschrocken dieBesatzung. Ein Theil derselben starb in den Flammen, undmuthvoll kämpfte der andere fort. Doch die Flammen wurdenimmer heftiger und drohten den Pulvervorrath zu erreichen. Dafiel Hcrrmann mit den Uebriggebliebemn aus dem Thore, undstürzte sich mitten unter die dichtesten Haufen der Stürmer. Erfocht im Handgemenge so lange, bis er, schon öfters verwundet,durch Blutverlust völlig entkräftet war, jetzt erst konnten ihn dieFeinde tödtcn; seine tapfere Schaar siel mit ihm; treu hat sieihrem Führer das Wort gehalten! Hauptmann Jankovich, schwerverwundet, war der einzige Gefangene. Ein Fcldwaibel und 4Gemeine lagen unter dem Schütte, und wurden von den Fran-zosen für todt gehalten; in der Nacht rafften sich die Schwer-verwundeten auf, und brachten in das Heer die Nachricht, wieihre Brüder auf dem Predil den Heldentod gestorben. Der Erz-herzog Johann schrieb einen Brief an den Vater des Haupt-mann Herrmann, den Hofrath Herrmann, Ritter von Hcrmanns-dorf, worin er demselben anzeigte, daß sein Sohn den schönen,ewig preiswürdigen Tod eines Helden gestorben sey.