Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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deckung dieser Umtriebe, denen die ehemaligen preußischen undöfter. Beamten, die in ihren Posten geblieben waren, allen Vor-schub leisteten. Viele dieser Agenten wurden eingezogen; gefun-dene Papiere bewiesen die Plane und Einverständnisse; dreiMilitärgerichte richteten hierauf über die Agenten, und solche,die des SpionircnS und der Landcsverrätherei beschuldigt waren.

Ferdinand, seine militärischen Operationen verfolgend, ließden General Mohr auf das rechte Wcichselufer übergehen, umPraga zu nehmen, dessen Commandant HornowSky ungewiß warob er auf Unterstützung rechnen könne; die Garnison war schwach'die Werke locker. Die Stärke der Oesterrcicher war ihm unbe-kannt, allgemein aber vermuthete man in Warschau, daß dieGemeinschaft zwischen beiden Ufern gesichert sey, die Oesterrei-cher also ihre ganze Macht gegen ihn anwenden könnten; alleindie Brücke, welche die Oesterrcicher bei Gora schlugen, um denUebcrgang auf das rechte Weichselufer und die Verbindung mitbeiden Ufern zu erzwccken und zu sichern, war noch nicht fertig,zudem wäre es besser gewesen, wenn sie diese Brücke bei Karc-zew, näher an Warschau geschlagen hätten. Indessen suchtePouiatowsky die Vertheidigung seiner festen Plätze sicher zustellen; er kannte dabei seine Nation, und durfte ihren Eiferdurch Unthätigkeit und scheinbare Unfälle nicht erkalten lassen,ihren Muth durch allzuschwicrige Unternehmungen nicht ermüden.Als er daher erfuhr, daß Mohr vorrücke, Praga zu nehmen,und die Brücke von Gora noch nicht fertig sey, beschloß er diesenFeind anzugreifen und Praga zu entsetzen. General Sokolnickitraf bei dem 1831 so berühmt gewordenen Grochow und demErlenwäldchen die Truppen Mohr's, die sich anschickten, denBrückenkopf von Praga zu nehmen. Mit dem ihm eigenen rit-terlichen Muthe griff er sofort das überlegene öfter. Corps an,warf es nach blutigem Kampfe und nöthigte dasselbe zum eiligenRückzüge, auf welchem er ihm noch einen Verlust von 200 Mannbeibrachte, während Kaminsky einige versprengte Abtheilungenbis Stanislanow verfolgte, und so wie die Colonne Dom-browsky's, welche Nadzimin durch den Obersten Sicrowsky mitFußvolk nahm, viele Gefangene machte. Der Verlust der Polenbestand in diesem für sie glänzenden Treffen in 150 Todten undVerwundeten; Mohr zog sich in Unordnung und mit Eile dieWeichsel abwärts. Pouiatowsky, der sich nicht vorstellen konnte,