Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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schädlich als nützlich, denn er mußte es mit einer starken Garni-son besetzt halten, indem er sonst dem leicht aufgereizten Volkenicht trauen durfte; den Polen hingegen war alles günstig, derWeg nach Oesterreich ihnen offen, sie hatten gegen Ferdinandnichts weiter zu thun, als ihn vom rechten Weichselufcr abzu-halten, zudem wuchs ihre Armee täglich. Sie bestand ausLandsleutcn, verbunden durch Sprache, Sitten, gemeinschaftlichenHaß gegen den Feind, gemeinschaftlichen Eifer für das Vater-land, das sie rächend wieder erheben wollten. Das öfter. Heerwar aus Ungarn, Wallachen, Galliziern, Szeklern, Slavoniern,Deutschen, Wallonen u. s. w. bunt zusammengesetzt, die nichtsals der Sieg zu einem gemeinschaftlichen Eifer beleben konnte,und dieser Sieg hatte sich setzt zu den Polen geneigt. Der un-muthige Sinn bei dem öfter. Corps wurde noch durch das Ein-sperren in die Casernen und die äußerst strenge Disziplin ver-mehrt; während die Polen auch eine kleine Ungezogenheit unge-straft begehen, frei umhergehen dursten und gut verpflegt wurden,zwar ohne Sold waren, doch ohne daß es ihnen jedoch an Bedürf-nissen fehlte. Während sie sich durch Rckrutirungen in den weitenProvinzen des rechten Weichselufers verstärkten, verminderte sichdas öfter. Heer durch Desertion, indem sehr viele Gallizicrpflichtvergessen truppweise zu ihnen als ihren Landsleuten über-gingen. Den Hauptvortheil aber gaben den Polen unstreitig dieSiege Napoleon's an der Donau, während sie das Zutrauen ihrerGegner entschieden herabstimmten. Jeder Oesterreicher wußte,daß es ihm gar nichts helfen könne, wenn er auch in Polen nochso tapfer und glücklich fechte; jeder Pole wußte, daß der Siegdoch für ihn entschieden sey, auch wenn er einmal den Kürzernziehe. —

Sobald Poniatowsky gewiß war, daß Napoleon in Bayernentscheidend gesiegt habe, schritt er zu einer Maßregel, die allesGleichgewicht zwischen ihm und Ferdinand vollends aufhob undletzteren endlich nöthigen mußte, darauf zu denken, mit dem ge-ringsten Verluste über die Karpathen zu kommen. Er bot näm-lich die Masse des Volkes auf und befahl dem bedeutendstenTheile seiner Armee, in Oesterrcichisch-Pölen einzurücken. — DasAufgebot erging nach Sitte an den Adel; jeder adeliche Grund-besitzer bewaffnete so viel von seinen Unterthanen als er konnte,und führte sie entweder selbst an, oder stellte Jemanden zur An-

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