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sechs Kanonen, wurden nun lebhaft von der polnischen Infan-terie angegriffen. Geschütz, hatten die Polen wegen ihres schnellenMarsches fast gar keines; sie griffen daher fast ohne Feuer zugeben, mit blanker Wehre den Brückenkopf an. Anfangs gelanges den Oesterreichern, sich zu behaupten, allein bald suchte deranwesende General Schauroth sein Geschütz und seine Bataillonsauf das linke Ufer zurückzubringen; 2 polnische Bataillons um-gingen jedoch die Flanke der Oesterreich»' im Brückenköpfe unddie polnische Reiterei griff im Centrum mit solchem Ungestüman, daß die von allen Seiten bedrohten öfter. Bataillons nacheinem heftigen Widerstände die Waffen streckten; Gen. Schau-roth entging mit genauer Noth dem Schicksale seiner Soldaten.Er, drei Geschütze und ein Theil seines Regiments Baillct-Latourrettete sich glücklich auf das linke Ufer auf Fahrzeugen; allesübrige, wobei sehr viele Offiziere, ergab sich kriegsgesangen.Die Trophäen der Polen waren 3 Kanonen, 3 Fahnen undgegen 2000 Gefangene. Vergebens eilte Erzherzog Ferdinandin Person mit einigen Unterstützungen, besonders mit schwererArtillerie herbei; er kam zu spät. Die Oestcrreicher schafftenihre zunächst dem linken Ufer befindlichen Schiffe weg, alsbefürchteten sie, die Polen möchten über den Fluß setzen. Gen.Pelletier zerstörte hierauf die angefangene Brücke und den Brük-kenkopf. Die Oestcrreicher marschirten vom linken Ufer derWeichsel bei Gora hinweg.
Schon seit dem Gefechte von Grochow hatte sich das Ver-hältniß beider Armeen gänzlich geändert. Die als Sieger inWarschau eingezogenen Oestcrreicher mußten jetzt-bald, statt dieUnterwerfung des ihrer Meinung nach schon eroberten Landeszu vollenden, allein darauf denken, den Feind von ihrem eigenenLande abzuhalten, wo sie diesen selbst eigentlich durch ihre Con-vention bei der Räumung von Warschau hinsendeten. Ferdi-nands Anstrengungen mußten, aus militärischem Gesichtspunktebetrachtet, alle dahin gehen, wieder auf das rechte Wcichselufcrzu kommen, wo er früher gewesen war, und er hätte hierzueinen vortrefflichen Punkt zum Uebcrgange gehabt, wenn erPraga's, das er in ein paar Stunden von Warschau aus hättezusammendonnern können, sich durch seine Convention nicht selbstberaubt hätte; allein er opcrirte mehr nach diplomatischen alsmilitärischen Rücksichten. Warschau selbst wurde ihm mehr