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auf Sendomirz, nachdem dieser Platz durch den Vortrabscom-maiidanten Wladimir Potocki vergebens aufgefordert worden war;dieser nahm jedoch alsbald den Brückenkopf mit Sturm ein, wobeisich Capitän Mathias Rybinski im 0. Infanterieregimente, nach-mals in der letzten polnischen Revolution letzter Obergeneral derNationalarmce, namentlich auszeichnete. Der Besatzungwurde dadurch so imponirt, daß sie in der Nacht vom 18. aufden 19. den Platz dem General Sockolnicki übergab, welcher hieran 2000 Gefangene, 20 Kanonen und beträchtliche Vorrätheerbeutete. Der größte Vortheil dieser Eroberung aber war, daßauch das linke Ufer der Weichsel oberhalb Warschau in denHänden Poniatowskp's war und dieser einen sehr festen Punktgewonnen hatte, der ihm zur Basis seiner Operationen imRücken der feindlichen Armee diente und seine Vereinigung mitseinem Untergeneral Dombrowsky, der im Posen'schen stand,möglich machte.
Noch war Zamosc, als der einzige befestigte Ort in Gal-lizicn, außer Krakau übrig, sowohl an und für sich, als in Be-ziehung auf ganz Gallizien noch wichtiger als Sendomirz. Ge-neral Kaminsky hatte bereits mit dem 6. polnischen Neiterrcgi-rnente vor der Festung Stellung genommen und Poniatowskysendete nun von Lublin aus den Artilleriegencral Pelletier mit1 Bataillon des 2. Regiments, 3 Voltigeurs-Compagnicn undGeschützen ab, um diesen Platz zu nehmen. Zamosc hat einenmit Voll- nnd Bekleidungswerken versehenen, 28—30 Fuß hohenWall; seine Hauptdeckung aber besteht in den Morasten, diedasselbe zur Hälfte umgeben; auf dieser so gut beschütztenStrecke fehlte aber die Contreescarpe und ddr bedeckte Weg.Pelletier erschien am 19. Mai vor dem Platze, ließ denselbenauffordern und auf eine abschlägige Antwort Granaten in den-selben werfen. Roman Soltpk, der auf eigene Kosten eine Bat-terie errichtet hatte und sie befehligte, näherte sich den Batterienauf den Wällen der Festung bis auf 300 Toisen und setzte durchdas Feuer seiner beiden Haubitzen die Magazine in der Stadtin Brand. Mittlerweile traf Pelletier Anstalten, das Lubliner
1) Lebensbeschreibungen berühmter Polen und Polinnen/ vonJoseph StraSzcwicz; (Stuttg, bei Schweizcrbart)/ S. 263.