Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Oesterrcichrr auf Napoleon und die poln. Nation geschimpft habeu. dgl., die Urtheile waren meistens einseitig, ungerecht, hart undgrausam. So wurde ein angesehener Postoffiziant zu dreijährigerZuchthausstrafe, Confiscation und Landcöausweisung verdammt,weil er auf ausdrücklichen Befehl des Magistrats von Warschau,eine bei ihm käuflich zu findende Karte demselben überlassenhatte, aber diese Karte in die Hände des österreich. GeneralsSt. Julien gekommen war, der sie eigens vom Magistrat vorherrequirirt hatte. Ein Zimmcrmann, Namens Rolle, wurde er-schossen, weil er den Oestcrreichern einige Pontons verschafft habe.

Fürst Poniatowskp stand zur Zeit der Schlacht bei Aspernzu Jrzeni, zwei Stunden südlich von Sendomirz, und hatte eineSchiffbrücke über die Weichsel. In dieser, das eroberte Landdeckenden Stellung beobachtete und bedrohte er den Rücken desErzherzogs Ferdinand, während sein Vortrab, der bei Jaroslawstand, Streifpartcien bis in die Gegend von Brody und Krakauaussandte. Der Fürst erhielt damals einen Brief von Bcrthiervom 13. Mai, worin ihm der bevorstehende Donauübergang an-gezeigt und die Wahl gelassen wurde, entweder in Schlesien ein-zudringen, oder sich Olmütz zu nähern; es wurde ihm fernernoch ganz besonders empfohlen, im Falle er sich der franz. Armeenähere, ein dem seinigen gleiches Corps des Feindes in Schachzu halten. Es heißt in diesem Schreiben ausdrücklich: „Wirmachen gemeinschaftliche Sache mit den Russen; seyen Sie alsoin dieser Beziehung ohne Sorgen." Aber was die russische Armeebetraf, so hatte diese, trotz der abgegebenen Erklärung und Zu-sage, noch keine Bewegung gemacht. Um sie zur Erklärung zubringen, schickte Poniatowskp den General Pelletier zum FürstenGallitzin nach Bialystock, der ihm aber antwortete: er habe imSinne gehabt nach Warschau zu marschiren, wolle aber aus Ge-fälligkeit nunmehr seine Richtung nach Sendomirz und Lublinnehmen. Auf sein dringendes Bitten erhielt Pelletier ein Schrei-ben an den General Suwaroff, der am nächsten an Poniatowskpzu Wladimir stand, das den Befehl enthielt, sogleich aufzubrechenund im Einverständnisse mit den Polen zu handeln. Pelletiereilte, um die Befolgung dieses Befehls auf das lebhafteste zubetreiben; allein Suwaroff sagte ihm: „Ich will in Ihren Augennicht für einen Feigen gelten; ein Adjutant von Gallitzin, derseit einer halben Stunde bei mir ist, hat mir die Weisung über-