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über Przylyk gehend, seine linke Flanke bedrohte. Dieß hatte zurFolge, daß Zayonzeck sich nach einigem Widerstände an die Pi-lika zurückziehen mußte.
Die Oestcrreicher räumten am 10. Juni die warschauischeGrenzstadt Novemiasto, und es gelang dem Erzherzog Ferdinand,un geworfen gerade bis zu dem Orte, von welchem aus er denFeldzug eröffnet hatte, zu kommen. Seinen Rückzug führte ermeisterlich aus, und von dem Tage an, wo er Warschau verließ,erschien er als erfahrener Feldherr; freilich wäre es' schlimm fürihn gewesen, wenn Poniatowsky sogleich über die Weichsel ge-gangen wäre; wiewohl er diesen Nebergang so leicht auch nichtbewerkstelligen konnte, da seine Truppen durch ganz Neu- undAlt-Gallizicn, jenseits der Wechsel zerstreut waren. Um ihn zubeschäftigen und ihn auch nicht zum .Entschluß, diesen Uebcrgangzu versuchen, kommen zu lassen, befahl Ferdinand dem GeneralSchauroth, auf das rechte Ufer überzugehen. Schauroth warmit der ersten öfter. Colonne am 5. Juni vor Serdomirz er-schienen , und hatte sich in ein Vorpostengefecht eingelassen; am7., wo die zweite Colonne der Oesterreichs angekommen war,fand ein zweites Gefecht statt. Der General Sokolnicki hatte sichnach Scndomirz geworfen, und beschloß es so lange zu halten,bis die vom Fürsten Poniatowsky angesprochene Hilfe zum Ent-satze herbeigeeilt wäre.
Als die zweite österreich. Colonne, der das übrige Heer desErzherzogs folgte, vor Sendomir; eingetroffen war, begab sichnun Schauroth an die Weichsel hinauf, nach Polaniec, schlugaber nach Maßgabe, als die öfter. Armee sich nach Scndomirznäherte, die Richtung gegen Lembcrg ein. Die Mittel, durchwelche er seinen Uebcrgang über die Weichsel bewirkte, sind un-bekannt geblieben; genug, derselbe gelang. Die Absicht seinerExpedition konnte es nicht seyn, den Fürsten Poniatowsky zuschlagen, denn dazu war schon die ganze Armee Ferdinand's nichtmehr stark genug, sondern ging vielmehr dahin, den Feind zubeschäftigen, in Ungewißheit zu erhalten, die Organisation desallgemeinen Aufgebotes in Gallizicn durch sein Erscheinen auf-zuhalten, aber nirgends ein ernsthaftes Gefecht zu wagen. Dieauf auf dem rechten Wcichselufer zerstreuten polnischen Truppenbesetzten die Wisloka; da jedoch dieser Fluß überall Furchen hat,so zogen sie sich an den Sän zurück, wo endlich die russische Di-