Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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russische Colonnc, die Oesterrcicher angegriffen hätten, aber vondiesen geworfen und zerstreut worden seyen, ohne daß die Russenden mindesten Antheil genommen hätten. Ucbrigens machte dieEroberung von Sendomir; einen tiefen Eindrlick auf die War-schauer, die den Feind schon wieder vor ihren Mauern wähnten.

Zu eben dieser Zeit war Poniatowsky von Pniow nachLublin gekommen, um sich mit Gallttzin über die weiteren Ope-rationen zu besprechen. Dieser aber zögerte, einen Entschluß zufassen, sprach dem Scheine nach mit Geringschätzung von denOesterrcichern, und zeigte sich ziemlich geneigt, seiner SeicS zurAusführung der von Poniatowsky entworfenen Plane mitzuwir-ken ; dabei legte er aber auch zugleich einen Befehl des KaisersAlexander vor, nach welchem er die Weichsel nicht überschreitendürfe. Als Poniatowsky bei seiner Zurückkauft von Lublin er-fuhr, daß Sendomir; angegriffen worden, forderte er die russischenAbtheilungen, die so eben an dem Sän, in so geringer Entfer-nung von Sendomir; ankamen, auf das dringendste auf, dieserFestung zu Hilfe zu kommen, allein sie rührten sich nicht. Inseinen früheren Berichten an Napoleon hatte der poln. Feldherrbereits vorgestellt, wie besorgt ihn die Unthätigkcit der Russenin Hinsicht auf Sendomir; mache; setzt sendete er mehrere Of-fiziere an die Brigade des rufst Generals SieverS, der am näch-sten stand; allein auch dieser beschleunigte seinen Marsch nicht,sondern verzögerte ihn vielmehr. Zufolge dieser Umstände er-kannte der poln. Feldherr, daß er nicht nur Sendomir; seinemGeschicke und dem Erzherzoge überlassen, sondern sich auch beeilenmüsse, die verschiedenen poln. Corps zur Deckung des Großher-zogthums zusammenzuziehen. In seinem Dienstschreiben vorn 21.und 27. Juni beschwerte er sich darüber, daß Gallitzin ungeachtetseiner bestimmtesten Zusagen, 2 Divisionen seiner Armee über denSän zu schicken, dieses so lange wie möglich unter dein Ver-wände der Verpflegung aufgeschoben und endlich nur theilweiseund mit eigenthümlicher Langsamkeit gethan habe. Poniatowskybrach am 22. von Pniow auf und zog an der Weichsel hinab,um sich mit Zayonczeck und Dombrowsky in Verbindung zusetzen; bei dieser Gelegenheit schrieb er an Fürst Berthier, daß,im Falle er auch allein mit dem Feinde zu thun bekommen sollte,er doch wisse, worauf er sich verlassen könne.

Weil die Gegenwart eures öfter. Heeres, das eben einen