Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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führen zu können. Durch mehrere glückliche Uebcrfälle undfleißige Herstellung anderer noch brauchbarer Schiffe, wurde eineso beträchtliche Flotillc gesammelt, daß man mit ihr allein, ohnedie zwei ganz neu gebauten, vollkommen eingerichteten fliegendenBrücken, mit einem Male 15,000 Mann übersetzen konnte; zueiner Laufbrücke war das nöthige Holz vorbereitet, Schanzkörbeund Faschinen zur Festsetzung und zum Verhaue auf dem rechtenDonauufer waren in Menge gebunden, und mehr als 200 Klafterspanischer Reiter verfertigt. F. M. L. Schustekh hatte auch diealten Zeughäuser in Stein und Krems untersucht, und 8 eiserneKanonen gefunden, von welchen die Hälfte auf eigens dazuvorbereiteten Schiffen aufgestellt, die andere Hälfte in die Bat-terien eingeführt wurde. Da die Ocsterreichcr aber 2 Stundenvorn Orte Amstetten am linken Donauufer standen, wurden dieVorsichtsmaßregeln der Truppen vom Corps des Marschall Ber-nadotte, die daselbst lagen, vielleicht nicht mit- der gehörigenStrenge beobachtet, denn außer einer Wache, die nicht sehr starkwar, fand sich alles im Quartier, so daß ein über die Donaugeschicktes öfter. Detaschement, welches geheime Verbindungen inder Stadt unterhalten hatte, unbemerkt in den ohnehin ganzoffenen Ort hineingeführt werden konnten. Nach der erstenIlebcrraschung sammelten sich indessen die Sachsen und warfenden Feind zurück; eine Abtheilung des würtemberg. Corps unterGeneral Vandamme eilte ebenfalls herbei, fiel über die Oester-reicher her, und schlug sie in die Wälder zurück, die die Donaubegrenzen. Durch den Marsch des Armeccorps von Bernadotte,der die Position an Lefebvre und die Bayern übergeben hatte,und nach St.Pölten gehen mußte, wurde dieser Theillder franz.Operatiouslinie bald wieder gesichert. Bernadotte, erbittert überdiesen Vorfall von Amstetten, befahl den Ort niederzubrennen,sobald das sächsische CorpS denselben passirt haben würde, wasauch wirklich ausgeführt wurde. Um diese Zeit etwa hatte auchdie Stadt Steyermark sich die Ungnade des Marschall Bernadottezugezogen, und deßhalb General Gutschmidt den Befehl erhalten,sie ausplündern zu lassen.

Die CorpS von Bernadotte, Vandamme und Lefebvre dehn-ten sich von Linz über Jps, St. Pöltcn, Mäulern bis Kremsaus, um den Uebergangspunkt bei letzterem Orte, und die Donaugegen Sommariva und Schustekh zu beobachten. Am 29. Mai