Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Bruder Carl, in welchem der Generalissimus Ausstellungen überseine bei Naab genommene Stellung machte. Der GeneralWimpfcn, Chef des Generalstabes, traf selbst im Heerlager derbeiden Erzherzoge ein, und gab den Auftrag, die Verbindungmit Naab wieder zu eröffnen, diesen Platz und Komorn ;n sicher»,Altenburg zu nehmen, und sich mit Bianchi zu verbinde»; wenndie öfter. Hauptarmee in dem Marchfelde eine Offensive ergrei-fen, oder sie angegriffen würde, sollte der Erzherzog Johann imVereine mit Bianchi, auf jene Art mitwirken, die ihm anbefoh-len werden würde; wenn aber Naab fiele, so sollte der Erzherzogzwischen Prcßburg und Komorn bleiben und die Schütt halten.Am 17. erhielt Johann ein Schreiben des Generals Wimpfcnaus Prcßburg, worin derselbe ihm im Namen des Generalissimusauftrug, den General Bianchi mit 7—8000 Mann Infanterie, 500Pferden und 28 Kanonen abzulösen; der Nest des Heeres vonJnnerösterreich, vereinigt mit der Jnsurrcction, sollte die Schüttbesetzt hatten, die Ablösung habe aber erst dann zu geschehen,wenn der Versuch zur Befreiung Raabs ausgeführt worden sey.Man überlegte in dem Hauptquartiere der beiden Erzherzogeviel, und marschirte langsam gegen Böcs, wo man am 20. an-kam ; in Komorn ließ Johann als Besatzung solche Truppen, dieentweder schwach waren, oder Ruhe oder Ausrüstung bedurften.Ein neues Schreiben Carl's an Johann setzte voraus, daß er Naabschon befreit, die kleine Schütt besetzt habe, und nun auch Alten-burg nehmen würde. Johann wollte den Entsatz von Naab be-wirken, und ließ die nothwendigen Schiffe, Plctten, Taue, Ankeru. s. w. zum Uebergang bei Cöicso, gegenüber von Szogye, her-beiführen ; die Nacht vom 22. war dazu bestimmt.

Naab, einst der Türken wichtigster Waffcnplatz, also daßseine Eroberung durch Adolph Schwarzcnberg für ein, der ganzenChristenheit freudebringendes Ereigniß galt, hatte sich aber nichtlange gehalten. Am 21. Morgens begann von Seite der Bela-gerer ein regelmäßiges Feuer, man kam bis zum Glacis deröstlichen Fcstungsftonten und traf Anstalten zur Errichtung einerBrefchebatterie. In der Festung brach an mehreren Stellen Feueraus, und um 4 Uhr Morgens des 22. stellte die Besatzung daSFeuer ein, und der Commandant, Oberstlieutenant Pechy vomGeniccorps trat mit Lauriston in Unterhandlungen. Pechy wollteam 24. die Festung übergeben, wenn kein Ersatz bis dahin