Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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kommen würde. Die Besatzung sollte sich verpflichten, bis zurAuswechslung nicht gegen Frankreich zu dienen. Als die FestungNaab den franz. Generalen übergeben wurde, sah sich Napoleon,der vieles Geschütz und viele Munition auS Naab zu ziehengedacht hatte, getäuscht, und sich im Gegentheile genöthigt, Munitiondahin zu senden. Lauriston rückte hierauf zur großen Armee ein,und Naab erhielt eine Besatzung von der Division Scocroli, dieaber nicht zahlreich war. Napoleon ernannte den Divisions«gcncral Narbonne, früher Kriegsminister deS KönigS Ludwig XVlvon Frankreich und später Adjutant des Kaisero, zum Comman-danten von Naab.

General Macdonald war mit seiner Abtheilung am 16. Juniin Snmegh eingetroffen, was hinlänglich zeigt, daß wenn auchder Vieckönig von den beiden Erzherzogen wäre geschlagen wor«d, n, er dennoch nicht eher geruht haben würde, bis das rechteDonauufcr von den Ocsterrcichern geräumt worden, und dierechte Flanke seiner Hauptarmce bei Wien gesichert gewesen wäre.Es gibt dieses einen neuen Beweis des schon Gesagten: daß beiNaab gar keine Schlacht von den Erzherzogen hätte geliefertwerden sollen, daß wenn man das Terrain auf dem rechtenDonauufcr behaupten wollte, dieses nur durch Mauöveriren unddem mit allem Nachdruck geführten kleinen Krieg möglich war,und daß, um dieses zu bewirken, feste Versammlungs- und Unter-stützungspostcn, dann gesicherte Donauübergängc unentbehrlichwaren. Macdonald ließ den 22. Juni WeSprinr mit 1000 Pfer-den unter General Marula; besetzen, er selbst zog in mehrerenTruppenabthcilungen in kleinen Märschen gegen die Donau, woer die Truppen deS Vicekönigs nach und nach in ihrer, zurDeckung der Belagerung von Naab genommenen Stellung zwi-schen Gönyoe und Kis-Bcr ablöste, und seine Streifcommandoönach Dons, Mor und Palota sendete. Mangel an guten Kund-schaftern machte, daß man von allen diesen Bewegungen imHauptquartier des Palatiuus keine bestimmten Nachrichten hatte;man beschloß daher, um den Streifercien des Feindes Einhaltzu thun, am 1. Juli das Pcsther Reiterregiment nach DotiS, dasEiscnburger aber nach Mor zu senden. Macdonald sendete einenTheil seiner Infanterie nach Prcßburg, die Reiterei zum Theilnach Papa in Cantonirungcn.

Erzherzog Johann traf am 23. in Prcßburg ein; die bisher