Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Bci diesem Anlaß brachte Spleny in Erfahrung, daß die Avant-garde Broussicr's, 400 Reiter, hinter Wildon gelagert, und ebennicht sehr wachsam auf den Vorposten sey, er beschloß daher siebci Tagesanbruch zu überfallen, was indessen nicht vollkommengelang, da der Feind einige Balken von der Brücke über dieKainach abtragen, und dieselbe mit abgesessenen Reitern hattebesetzen lassen. Die Brücke mußte daher unter dem Feuer derFranzosen hergestellt werden, wodurch diese Zeit gewannen, sichzu sammeln; dennoch wurden sie von den Husaren deS Regi-ments Frimont und der kroatischen Banderial-Jnsurrektion ange-griffen , und so oft sie sich auch wieder sammelten, jedesmal ge-worfen.

Hätte auch Marmont's Marsch über Cillp und Gonovitz inder Richtung von Marburg einen Zweifel über seine Absicht,nach Grätz zu gehen, übriggelassen, so hatte dem öfter.Feldherrnein aufgefangener Brief an Broufficr jetzt vollkommene Ge-wißheit gegeben. Der Banus brach nun sogleich mit dem großemTheile seines Corps auf und rückte Marmont, dessen Avantgardenach Windisch-Feistritz gekommen war, entgegen, um ihn daselbstin der Fronte und von Pettau her in der Flanke anzugreifen.Allein kaum bemerkte der franz. Feldherr, daß Giulay sich zwi-schen ihn und Broussier geworfen, um die beabsichtigte Vereini-gung zu verhindern, sah er auch die Unausführbarkeit seinesVorhabens ein, und zog in derselben Nacht, in der Giulay zumAngriff heranrückte, sich schnell auf Hohencck zurück, warf sichvon da auf die nach Klagcnfurt führende Straße und zog nachWeitenstcin. Giulay sah aber kaum, daß Marmont ihm aufdiese Art entgangen sey, als er alle Cavallcrie, geführt von demF. M. L. Vinccnz Knesevich, ihm nachjagen ließ; die Infanteriefolgte aus dem Fuße. Bci Gonovitz wurde der feindliche Nach-trab eingeholt, Knesevich griff ihn an, zersprengte ihn, machteviele Gefangene und verfolgte die Franzosen bis Hoheneck. EinTheil ihrer Infanterie hatte die Gewehre weggeworfen und sichin die Gebirge geflüchtet, wo sie den erbitterten Bauern in dieHände fielen. Inzwischen hatte sich auch der versprengt gewe-sene Major LuSzinsky in St. Primas wieder gesammelt, und warneuerdings nach Cilly vorgerückt, wo er eine feindliche Abthei-lung überfiel, 300 Gefangene und viele Beute machte.

Giulay erfuhr indessen die verlorene Schlacht von Naab;