Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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die Deckung der südlichen Theile Ungarns war ihm höheren Ortsanempfohlen worden, daher ließ er Marmont's weiteren Marschnur beobachten und dachte auf Ungarn's Mitvertheidiguug.Allein die eingetroffenen Nachrichten über die bedrängte Lage derGrätzer Citadelle forderten ihn auf, zuvor für Behauptung diesesPlatzes etwas zu unternehmen, ehe Marmont sich mit Broufsiervereiniget haben würde. Ein Blick auf den Kriegsschauplatz injenem Zeitpunkte ließ auf einen langen Aufenthalt des neuntenCorps in Steiermark nicht wohl rechnen, weil die Entscheidungvon den Ufern der Donau kommen mußte. Fielen die Würfetgünstig für Oesterreich, so mußte dieses auch auf den Stand derDinge in Jmicrösterreich rückwirken, und da war es gut, wennder Schloßberg von Grätz, durch Giulay zu längerer Vertheidi-gung in Stand gesetzt, gegen die Franzosen sich hielt. Die Ci-tadelle hatte unter seinem Commandanten Hackler die Franzosenbisher sehr belästiget; keine durchmarschirendc Truppe, kein ver-sammelter Haufe durfte sich auf der Straße von Grätz sehen lassen,ohne von dem domirenden Schloßbcrg beschossen zu werden.

Nach dem Abmärsche Macdonald's nach Ungarn war Brous-sier in Grätz geblieben, um die Citadelle zu belagern und dieVerbindung mit Marmont zu sichern. Vierhundert Mann warentäglich bei den Arbeiten der Belagerung beschäftigt; am 13. Junifing daS Feuer an. Die Garnison widerstand lebhaft; zwei inder folgenden Nacht versuchte gewaltsame Angriffe schlug sie ab,mußte aber die auf der mittleren Höhe befindlichen Werke ver-lassen. Nachdem Broufsier vergebens Minen anzulegen versucht,auch umsonst noch drei Mal Sturm angelegt hatte, sah er sichgenöthigt sein Feuer einzustellen, indem seine Feldstücke nichtsgegen das schwere Geschütz der Feste ausrichten konnten. In einemBerichte des Generals Broufsier wird behauptet, der ErzherzogJohann habe vor seiner Abreise von Grätz die Behörde» und dieEinwohner eidlich verpflichtet, auf ein mit der großen Glocke desSchloßberges gegebenes Zeichen die Waffen zu ergreifen, weßhalber dem österreich. Commandanten habe wissen lassen, daß er dieStadt in Brand stecken würde, falls man sich solcher Mittel be-dienen sollte. Die Besatzung der Citadelle litt indessen bereitsMangel an Bedürfnissen jeglicher Art, und war daher in einerLage, welche sie in wenig Tagen aller Vertheidigungsmittel be-rauben mußte, als Giulay zur Hülfe anrückte.

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