Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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die franz. Regierung verbreitete Proclame und Edicte unter dasVolk, in welchen die schmeichelhaftesten Versprechungen mit denfürchterlichsten Drohungen gemengt waren, indem man aus denDalmatinern eine Streitmacht gegen Oesterreich bilden wollte,da hier und in Nagusa nur 4000 Mann Franzosen standen.Daher wollte General Peter Knesevich losbreche», und nicht aufdie Operationen der Flotte und eine Verstärkung durch den Banwarten. Er sendete am 5. Juli den Capitänlieutenant Dobres-sovich mit einem Theile des Dalmatiner Freikorps in die Gegen-den von Knin und Chistagne, den Hauptman» Kzorich und denOberlicutcnant Gabofsac; mit 60 Liccanern und Grenzern nachErvenich, L'egar, Obrovazzo voraus, um die Dalmatiner zu denWaffen zu bringen, oder sich an die Spitze bekannter Anhängerdes Bukowiczaner Distrikts zu stellen, und gemeinschaftliche Strei-fereien tief in das Land zu unternehmen. Diese opcrirtcn mitsolcher Geschicklichkeit und Thätigkeit und wurden von den Dal-matinern so gut unterstützt, daß sie den Feind jeden Tag allar-mirten und von allen Seiten in Verwirrung setzten. Am 19.sammelte sich das ganze Corps in der Zcrmagna; der schon beiChristagne stehende Hauptmann Dobrcssovich wurde bestimmt, dieAvantgarde zu machen. Nachmittags um 3 Uhr setzte man sichin Marsch auf Ostrovizzo, wo schon die Feinde standen. Jenseitsder steinernen Brücke Gravi Brod des Zermagnaflufses empfingenJguman Dubaich, Probst des Dragovicher Klosters, und Ha-rombassa Marko Barsillo, mit zahlreichem dalmatischem Anhangedie Colonne. Die schrecklichste Nacht trat ein, unter deren Be-günstigung die Festung Knin eingeschlossen werden sollte, um denRucken des über Ostrovizzo nach Zara vorrückenden Corps zudecken. Die Festung hatte nach den Berichten der Kundschafternur 300 Mann Besatzung; das Commaudo der Blokade wurdedem Rittmeister Lonchar mit Escadron, 5 Compagnien, 2Kanonen und dem Dalmatiner Anhang unter Marko Barsilloübertragen.

Als das Corps zu Ostrovizzo im Lager aufgestellt war, kamdie Nachricht aus Scardvna, in welche Gegend schon Hauptman»Dobrcssovich mit einer Abtheilung seines Frcicorps vorgegangenwar, um die linke Flanke des Hauptcorps zu sichern, daß derFeind in ansehnlicher Stärke über Sebenico vorrücke. Die Ein-wohner von Scardvna hatten unterdessen die dortige schwache