Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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die Ocsterreicher abzuwarten, besonders da er in Leoben erfahrenhatte, daß Bruck bereits von den Ocsterreichcrn stark beseht, esmithin unmöglich sey, dort durchzukommen. Nach Erpressungeiner Brandschatznng verließ Nusca Leoben und zog sich nachJudenburg zurück; als er auch hier Kunde von dem erneuertenAnzüge der Oesterreicher erhielt, ging er in Eilmärschen überZairing nach Rotkenmann, und entwischte so über Aufsee undJschl in's Salzburgischc, wobei ihm die nachfolgenden vsterreich.Detaschements noch manchen Abbruch thaten.

Giulay begab sich nun am 8. Juli nach Bruck, und sam-melte und rüstete dort seine Truppen bis zum 15., während derhöchst thätige Landcsgouvcrncur, Gras Saurau, die Ncorganisirungder Landwehr und das Aufgebot deö Landsturmes in Steiermarkschleunig betrieb. Schon dachte man in Giulay's Corps an eineEinnahme von Wie», als die Schläge an der Donau dem Feld-zuge dieses Corps ein Ende machten.

Das ungarische Litoralc wurde fortwährend von den Oester-reich er» behauptet. Am 1. Juli setzte die englische Fregatte Mcr-cnry, unter Capitän Duncan, den ersten Transport des tractat-mäßigcn englischen Hilfsgeldcs an das Land, und wenige Tagedarauf folgte ein zweiter. Sie wurden durch Truppen von Giu-lay's Corpö an den Ort ihrer Bestimmung eScortirt

In der Licca hatte sich unter General Peter Knesevich einöfter. CorpS gebildet, dessen Hauptquartier in Gospich war. Hierwaren am 29. Juni alle Truppen versammelt, die gegen Dal-matien bestimmt waren. ES wurde dafür gesorgt, einen hinrei-chenden Geld-, Naturalien-und MunitionS-Vorrath zu sammeln,um baldig den Einmarsch in Dalmaticn beginnen zu können.Zu dieser offensiven Operation wurde die Mitwirkung des Ma-rinc-Commando's in Fiume angesucht; die öster.-englischc Flottesollte sogleich unter Segel gehen, und die schon im Frühjahrevorgehabte Landung an der dalmatischen Küste ausführen; dcn-uoch wurde das Auslaufen der Flottille auch dicßmal noch langeverzögert. Die Dalmatiner schickten indessen wiederholt Depu-tiere nach Gospich, versicherten ihre Anhänglichkeit an Oesterreich,und baten dringend, sie von dem stanz. Joche zu befreien. Aber

1) Oester. mil. Zeitschr. 1837/ S. Heft, S. 1«5. - Pelet schätztdiesen SubsiLientransport auf 8 Millionen Franken.