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sich durch das Marchseld hinzieht. Die öfter. Hauptstellung warnicht verschanzt, durch ihre natürliche Beschaffenheit aber Vortheil-haft genug, und besonders bot sie, im Falle es hier zur Schlachtkommen sollte, der Reiterei in dem weiten Marchselde den freiestenSpielraum. Dagegen waren längs der Donau, besonders beiAspern und Eßling, wo die Uebergangspunkte bei neuem Angriffezu seyn schienen, starke und weitläufige Vcrschanzungen angelegt,oder es wurde an ihnen gearbeitet.
Die unabsehbaren Lagerrcihcu des öfter. Heeres wimmeltenvom Kriegsvolke, und in Wagram flößen die Strömungen diesermannigfachen Regsamkeit zusammen. In Wagram war die Woh-nung Carl's; eine aufgepflanzte Fahne und eine starke Grena-dicrwache bezeichneten sie. War in dem Hauptquartiere die Be-wegung freier, glänzender, und nicht ohne die Zugaben vornehmerund reicher Lebensweise, so ging eS dagegen in dem eigentlichenLager ernsthafter und stiller zu. Jeder Raum war abgemessen,die Anordnung der Reihen und Gassen streng beobachtet. Ueberallwar die wachsamste Aufsicht und Ordnung, kein wilder Lärm,kein Streit; die Truppen sah man beschäftigt, theils ihre Waffenund Gerüche in Ordnung zu halten, theils andere Arbeiten zuverrichten, welche der Tag erforderte, aber am meisten mit Erer-ziren; denn die erlittenen starken Verluste waren durch jungeMannschaft ersetzt worden, welche nun eilig ausgebildet werdensollte. Diese fleißigen Uebungen und die Pünktlichkeit, mit wel-cher die mannigfaltigen Dienstesvcrrichtungen nach eingetheilterZeitfolge wechselten, gaben der kriegerischen Bewegung einen An-schein ruhiger FriedenSordnung. Dreimal traten die Regimenterjeden Tag zum Gebet in das Gewehr; immer auf's Neue beriefder Trommelschlag die Feldwaibel und Corporale zum Anhöre»der auszutheilenden Befehle; wurde Vergatterung geschlagen, sowar im Augenblicke die unabsehbare Front schweigsam aufgestellt,die zahlreichen Lagerwachen hielten vorwärts ihre Postenkettebesetzt, und nur mit einbrechender Nacht unterbrach ihr wechsel-seitiger Zuruf die große Stille. Die Truppen lagen sämmtlichunter freiem Himmel, aus der Mitte jedes Regiments erhob sichnur ein Zelt, welches als Feldkapelle für den Gottesdienst be-stimmt war, zugleich auch dem Obersten einen bedeckten Raumdarbot; alle übrigen Offiziere, wie die Gemeinen, begnügten sichmit Erdgruben, denen etwa ein Dach von 3!äsen und Laubzweig