Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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durste, weil man über den Frieden unterhandle, und weil manden Vertrauten Napoleon's schon hei dem Generalissimus gesehenhaben wollte u. dgl. m., und während man, nach einem heißen,langweiligen, verzehrenden Tag einen solchen nun wieder erwar-tete: erscholl am 30. Juni Abends plötzlich von der Donau herKanonendonner, dem Gemüthe eine labende Erfrischung! Balderfuhren die öfter. Soldaten, nicht Friede, sondern Kampf werde;Napoleon wolle neuerdings mit gesammter Macht übergehen,und eine Schlacht liefern.

Alles war bei den Franzosen zu einer solchen Operationfertig. Die neue Schlacht, die Napoleon zu liefern gedachte, solltemehrere Tage dauern; wirklich begann sie am 30. Juni Abends.

Massena kam aus dem kaiserlichen Hauptquartiere auf diePobau und brachte den Befehl, auf der Stelle die Brücke bei demalten Ilcbcrgangspunkte wieder herzustellen. Um 5 Uhr wurdendie ersten Pontons, unter dem Schutze der frauz. Artillerie, indas LVasscr gelassen, und in 5 Viertelstunden war die Brückefertig. Die Brigade Ledru ging auf das andere Ufer, hob meh-rere öfter. Mannschaft auf, und besetzte das Terrain zwischendem kleinen Gehölz und der Donau. Die dortigen öfter. Gene-rale stellten ihre Kanonen in Batterien auf, die Rcdouten fülltensich, der gleichfalls besetzte Laufgraben, der diese Werke verband,versperrte den ganzen Raum zwischen Aspern und Eßling undder Donau. Die öfter. Batterien in Eßling wollten dem Feindeeine Aufstellung nicht gestatten, und seine nächsten Kanonen aufder Lobau feuerten nun ebenfalls. Das ganze Lager Carl'ö ge-rietst in Bewegung; mit einbrechender Nacht brannten die Al-larmstangen in der Ebene. Der Kanonendonner verstummte zwarnach einiger Zeit; allein um 1 Uhr Nachts erhielten die auf derAnhöhe von Wagram liegenden Truppencorps den Befehl, in derStille anzutreten, und rückten schweigend 1 ^ Stunden gegen dieDonau hinab; das erste, zweite und dritte Armeecorps lagertendaselbst zwischen Breitenlee und Stadt Enzersdorf, das viertestellte sich bei Wittau, die Reservereiterei bei Naschdorf auf;jeden Augenblick erwarteten die Ocsterreicher, daß der Feind an-greifen würde, das Kanonircn erneuerte sich von Zeit zu Zeit;allein die Franzosen rückten nicht vor, sondern begnügten sich,eine Brückcnschanze zu beginnen und zu vollenden. Der Erz-herzog Carl begab sich zuerst nach Naschdorf, sodann nach Enzers-