Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Inzwischen ging ein anderes Detaschement Franzosen aufdie Eßling gegenüber liegende Insel, und etablirte hier eineBatterie. Auch hier schlug man Brücken zum linken Ufer. Dieöfter. Artillerie bei Eßling störte aber den Feind sehr in diesenArbeiten, und bohrte mehrere Brückenschiffe in den Grund. DieFranzosen begünstigten indessen ihren Brückenbau durch eine leb«hafte Kanonade aus der bebau, und gruben sich ein in denInseln, Leren sie sich bemächtigt hatten. Zu gleicher Zeit bewarfensie die Stadt EnzerSdorf mit Granaten, man weiß nicht recht:ob mit Absicht oder Zufall, indem ihre Würfe auch auf diedavorlicgcnden Schanzen gerichtet seyn konnten. Diese Kano-nade, dieses Flintenfeuer dauerten lebhaft bis Mittag fort,wurden dann aber schwächer und hörten gegen Abend ganz auf.Die Franzosen trafen wenig. Nur drei Kanonen wurden vonihnen beschädigt, und von den Truppen in den Verschanzungenwurden weniger getroffen, als von den weit dahinterstehenden,wovon die Ursache wohl in den sehr schweren Calibern der franz.Geschütze auf der bebau zu suchen ist.

Dem öfter. Heere blieben des Feindes Anstalten an den be-kannten Stellen für einen ernstlichen Angriff zu unbedeutend,und es gewann den festen Glauben, daß Napoleon hier nur dieAufmerksamkeit beschäftigen wolle, und seinen wahren Uebcrgangentweder oberhalb bei Nußdorf, oder unterhalb in der Gegendvon Ort vorhabe, wobei das öfter. Heer in seiner jetzigen Stel-lung sogleich die rechte oder linke Flanke preisgeben würde;daher schien es vortheilhafkcr, bei der Ungewißheit, welchen derFeind wählen würde, die rückwärtige Stellung wieder einzuneh-men, aus welcher man frei und leicht nach jeder nöthigen Rich-tung hervorbrechen könne. ES führte eine, den AuoirittSplatzeinengende Stellung, welche allen öfter. Verthcidigungsmaßrcgclnzu Grunde liegen mußte, wie die Schlacht von Aspcrn gelehrthat, am sichersten zum Zwecke, wenn sie erst in dem Augenblickegenommen wurde, wenn der Feind sich ausbreiten wollte. Carlnahm also an, daß Napoleons Unternehmen, am hellen Tageund unter dem Kanonenfeuer der Ocstcrrcichcr Brücken zu schla-gen, um so mehr eine bloße verführerische Andeutung sey, da ver-größere Theil der franz. Armee noch auf dem rechten Ufer derDonau stehe, und durch eine leichte Bewegung gegen Ort odergegen Nußdorf und die schwarze backe rasch zu bringen sey, daß